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Pauline Tillmann: 10 Trends für Journalisten von heute

„Journalist/in ist und bleibt der beste Beruf der Welt“, schreibt Pauline Tillmann. Gerade weil die Medienbranche derzeit viele Fragen beschäftigen – zur Finanzierung von Inhalten, zur Reichweitensteigerung, zur Leserbindung – gibt es für Journalisten auch viele mögliche Antworten.

Die wichtigsten hat die 32-jährige Auslandskorrespondentin in ihrer Publikation „10 Trends für Journalisten von heute“ zusammengestellt.
Dafür ist sie 13 Wochen durch die USA gereist und hat viele spannende Menschen getroffen – vom Startup-Gründer bis zum Wissenschaftler.

Aus diesen Gesprächen und Eindrücken hat sie herausgefiltert, welche großen Entwicklungen die Medienbranche bewegen.

Mit Unterstützung von nextMedia.Hamburg und der Hamburg Media School ist nun eine Publikation entstanden, die große Entwicklungen und aktuelle Highlights aufzeigt: Zehn umfassende Trends, von denen bereits jetzt einige den Alltag der Journalisten und Medienmacher prägen, deren Evolution aber noch lange nicht abgeschlossen ist.

Im Blog präsentieren wir nun drei Trends von Pauline Tillmann in verkürzter Form.

Mobile und Mobile Reporting
Von 2009 bis 2014 hat sich die mobile Nutzung in Deutschland nahezu verfünffacht – von 11 auf 50 Prozent (ARD-ZDF-Onlinestudie 2014). Denn längst sind mobile Endgeräte eine vollwertige Abspielstation: Mediatheken, Musik-Streaming-Dienste und Co. machen vor, wohin die Reise mobil gehen kann. Hier muss auch der Journalismus anknüpfen: „Die Verlage müssen Angebote schaffen, die in erster Linie auf dem Smartphone konsumierbar sind“, schreibt Pauline Tillmann. Das bestätigt auch Emily Bell, Leiterin des Tow Center for Digital Journalism an der New Yorker Columbia Universität. Sie war 2006 bis 2010 Digitalchefin bei der erfolgreichen britischen Tageszeitung „The Guardian“ und gibt Einblick in die Herausforderungen angehender Journalisten. Doch mobil wird nicht nur vermehrt konsumiert, sondern auch gearbeitet. Im Fall von Journalisten eben „Mobile Reporting“. Während der Maidan-Bewegung in Kiew  waren immer wieder Smartphones im Einsatz und lieferten Live-Bilder. „Gerade aufgrund der Glaubwürdigkeitskrise der etablierten Medien könnte das in Zukunft noch wichtiger werden“, schlussfolgert Tillmann.

Unternehmerjournalismus
Der Unternehmerjournalismus stößt in jene Lücken, die durch den massiven Stellenabbau in der Medienbranche der vergangenen Jahre entstanden sind. „Das ist eine Form von Journalismus, die mitdenkt, wo das Geld für die Arbeit herkommt“, erklärt es Christian Fahrenbach in der Publikation von Pauline Tillmann. Er selbst arbeitet als freier Journalist in New York, unter anderem für Krautreporter, entwickelt aber auch selbst Ideen für neue Formate. „Innovationen kommen in den USA demnach in weiten Teilen nicht nur, wie in Deutschland üblich, von großen Medienhäusern, sondern von Individuen“, schreibt Tillmann. Ob man sie nun Entrepreneure oder Unternehmerjournalisten nennt, Ziel dieser neuen Branchen-Akteure ist auch hierzulande, „mittelfristig nicht mehr von diesen etablierten Medien abhängig zu sein, sondern ein eigenes Medium zu werden.“

Hyperlokale Blogs
Von dem eigenen Blog leben zu können, das hat Katarina Hybenova geschafft: Die 31-Jährige betreibt den hyperlokalen Blog „Bushwick Daily“, der sich mit dem New Yorker Stadtteil Bushwick beschäftigt. Am Anfang hat die Bloggerin nur interessante Menschen fotografiert. Dann hat sie Bildunterschriften unter die Fotos gepackt – und plötzlich war „Bushwick Daily“ geboren. Durch Werbeflächen, die vor allem von lokalen Geschäften stammen – also dem sprichwörtlichen Supermarkt um die Ecke – kommt das Geld herein. Zudem schreiben viele Autoren, die selbst keine Journalisten sind, ohne Entlohnung für den Blog. Es geht um Kunst und Kultur, interessante Menschen und innovative Trends aus dem eigenen Stadtteil. Pauline Tillmann hat Katarina Hybenova besucht und ist der Frage auf den Grund gegangen: „Wie viel Journalist sollte in einem Blogger stecken? Und: Wie viel Blogger in einem Journalisten?“


Alle zehn Trends in ausführlicher Länge gibt es in der Publikation „10 Trends für Journalisten von heute“ auf nextMedia.Hamburg.

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