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Das Phänomen Homeless Media

Homeless Media beschäftigt derzeit die Medien- und Digitalbranche: Wie verändern sie sich, wenn Inhalte in sozialen Netzwerken stattfinden? Eine Übersicht zum Thema.

Inhalte wie Artikel oder Videos werden immer öfter nicht auf einer Website, sondern in sozialen Netzwerken veröffentlicht – und das plattformspezifisch aufbereitet. Ein Beispiel dafür sind die Instant Articles von Facebook, die mittlerweile von allen Verlagen genutzt werden können. Google bietet mit AMP einen ähnlichen Ansatz mit dem gleichen Ziel: Die Inhalte sollen dem User schneller zur Verfügung stehen und werden dafür, wie t3n erklärt, von Google Servern abgerufen. Die Homepage einen Medienunternehmens wird somit umgangen – und könnte langfristig überflüssig werden.

Das Prinzip Homeless Media
Dieses Phänomen hat Francesco Marconi, Strategy Manager bei der Nachrichtenagentur Associated Press in einem Beitrag auf medium als „Homeless Media“ beschrieben: Medieninhalte verlieren ihre feste Heimat wie die Homepage, sondern bewegen sich durch unterschiedliche Netzwerke. Und da diese Netzwerke unterschiedliche Anforderungen für eine optimale Darstellung haben, müssen Artikel oder Videos dafür entsprechend aufbereitet werden. Denn neben den Angeboten von Instant Articles oder Google AMP gibt es mit Vine, Soundcloud, Instagram, Snapchat und Co. eine Vielzahl an Netzwerken, die mit passgenauen Inhalten bestückt werden können.

Umfrage zeigt: Social Media wird relevanter
Denn gerade jüngere User nutzen Social Networks auch zur Information: 48 Prozent der jungen User (18 bis 29 Jahre) stoßen in sozialen Netzwerken auf Nachrichteninhalte von Medien, während es unter den 50- bis 60-jährigen gerade mal 18 Prozent sind – das ergab eine repräsentative Umfrage von Statista im Auftrag von nextMedia.Hamburg. Innerhalb der Gesamtbevölkerung gelangen 28 Prozent mithilfe von Social Media-Angeboten der Medienhäuser an Nachrichten. Damit, so zeigt die Umfrage, belegen soziale Netzwerke Platz drei als Newslieferant hinter der Google-Suche (60 Prozent) und den Homepages der Medienhäuser (48 Prozent).
Durchschnittlich 27 Prozent wünschen sich, dass Medienhäuser den Kontaktweg über Social Media auch weiter ausbauen, um die User zukünftig besser mit Nachrichten zu versorgen. Ähnlich beliebt sind Newsletter per Mail (26 Prozent) und Messenger-Dienste, etwa über WhatsApp (21 Prozent). Spitzenreiter sind jedoch Push-Benachrichtigungen wie Eilmeldungen, bei denen sich knapp ein Drittel (32 Prozent) sogar noch mehr Aktivitäten wünscht.

Digitalmagazin Unified zu Homeless Media
Um diese auch für die Hamburger Medien- und Digitalbranche relevante Entwicklung näher zu betrachten, hat sich die Standortinitiative nextMedia.Hamburg dem Thema ein Digitalmagazin gewidmet. Zu Wort kommen Francesco Marconi (Associated Press), Rike Woelk (tagesschau), Thomas Roß (NUTZWERT KOMMUNIKATION), Andreas Rickmann (Bild), Oke Göttlich (finetunes) und Sabela Garcia (Next Media Accelerator). Darin gibt es Meinungen, Einschätzungen und Hintergründe rund um Homeless Media.

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