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Der Mix macht's! Wie Helhed Virtual Reality erlebbar macht

Hamburg, das Tor zur (virtuellen) Welt...

Virtual Reality boomt. „Die Zeit ist jetzt reif“, sagte VR-Experte Prof. Frank Steinicke von der Uni Hamburg bereits Mitte 2016. Da wundert es nicht, dass in den vergangenen Monaten einige Unternehmen, die sich auf virtuelle Welten spezialisiert haben, in unserer Hansestadt heimisch geworden sind.

 

Christian Bahr von Heldhed über Virtual Reality

Dazu zählt auch Helhed. Die Firma aus Tonndorf bietet Konzeption und Produktion von Mixed Reality-Formaten (360°/Virtual Reality /Augmented Reality) sowie die Entwicklung von technischen Anwendungssystemen an. Den Ursprung hatte sie im „Haus der jungen Produzenten“, dem Stipendienprogramm von Studio Hamburg. Mittlerweile ist eine Beteiligung daraus entstanden, die das Leistungs-Portfolio der Studio Hamburg-Gruppe abrundet. In Kürze eröffnet Helhed einen neuen VR-Showroom.

nextMedia.Hamburg hat mit Geschäftsführer Christian Bahr über die Faszination VR gesprochen.

Herr Bahr, was macht für Sie den Reiz von VR aus?

Christian Bahr: Im Wesentlichen reizen uns die Chancen und Möglichkeiten der VR-Welten. Die Freiheit, frei zu gestalten. Potenziale erleben, verfolgen und maximieren zu können. Für uns ist es ein Privileg, in einem Bereich tätig sein zu können, bei dem die Verfahren und Techniken noch nicht so festgelegt sind wie es bei bestehenden Systemen häufig der Fall ist. Zeitgleich ist es spannend und reizvoll, sich in diesem sehr kontrovers diskutierten Themenumfeld zu bewegen und zu versuchen, das Verhältnis von gesellschaftlicher oder sozialer Verantwortung gegen das technische und inhaltliche Potenzial auszubalancieren.

Warum haben Sie sich für den Standort Hamburg entschieden?

Christian Bahr: Zum einen haben wir in Hamburg unsere Wurzeln und sind dank des Stipendienprogramms, das unseren Einstieg hier in der Stadt bedeutete, eng mit der Studio Hamburg-Gruppe verbunden. Zum anderen ist es das ausgezeichnete Netzwerk Hamburgs und die kompetenten Partner im Bereich VR/AR & 360°, welche uns die Entscheidung sehr leicht gemacht haben. Diese haben bis heute auch einen wesentlichen Einfluss auf unsere Arbeit.

Was bieten Sie alles an und an wen richtet sich Ihr Angebot?

Christian Bahr: Unsere Leistungen liegen ausschließlich im Bereich Mixed Reality. In den Formaten 360°-Video, Virtual- und Augmented Reality sowie Front- und Backend-Anwendungssystemen entwickeln und realisieren wir eigene Projekte, agieren im Kundenauftrag aber auch als klassischer Dienstleister. Zusätzlich fertigen wir technische Systeme an. Wir haben in der Vergangenheit drei Kamerasysteme und diverse Trägersysteme entwickelt. Häufig sind dies dann spezielle Anfragen/Projekte, wie z.B. die Kampagne EYE RIDE von BMW Motorrad, in der wir einen Kamerahelm mit 24 Kamerahalterungen angefertigt haben.

Mit „helhed 360“ haben Sie auch eine kostenlose App gelauncht. Was finden User darin vor?

Christian Bahr: Die App gibt zum einen Überblick über unsere in der Vergangenheit liegenden Projekte. Zum anderen soll sie Anwendern aber auch eine Arbeitshilfe sein. Es ist dem Nutzer darin möglich, seinen eigenen Content lokal hochzuladen und zu bewerten. Er ist zudem in der Lage, eine eigene Library anzulegen. Und sie ist live-tauglich. Der Benutzer benötigt dazu einfach einen aktiven Stream-Link. Die App hat als eigene ‚Entwicklungs-Spielwiese’ angefangen und stellt heute die Basis einer entstehenden Plattform dar, welche zeitnah ihre Veröffentlichung haben wird.

Sie haben gerade einen VR Showroom umgesetzt. Was verbirgt sich dahinter und wann ist Eröffnung?

Christian Bahr: Der Showroom ist in erster Linie ein Labor für uns und gibt uns die Möglichkeit, unsere Systeme und Verfahren zu erforschen. Wir haben hier einen 360° Dome Präsenter bzw. ein 360° Kino, diverse HMD-Systeme, Augmented Reality-Lösungen und die entsprechenden -Marker, die HoloLense, Server und vor allem Platz. Zudem dient er unseren Kunden und Partnern zum besseren Verständnis. Es ist ihnen hier möglich, die unterschiedlichen Systeme live zu erleben und auszuprobieren. Dies steigert das Verständnis unserer Kunden und lässt uns schneller im Bereich der kreativen Entwicklung für ihr individuelles Produkt einsteigen. Das finale Opening ist im Februar, spätestens im März, im Rahmen einer Eröffnungsveranstaltung bei uns im Hause geplant.

Was hebt Sie von der Konkurrenz ab?

Christian Bahr: Zumindest regional verfolgen wir keinen Konkurrenzgedanken. Derzeit braucht es viele qualitativ hochwertige Produktionen, um abzusichern, dass die VR-Welt keine Trenderscheinung bleibt und die Messlatte zudem so positioniert wird, dass der Markt anspruchsvolle Produktionen einfordert. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt mehr eine Frage von flächendeckendem Sensibilisieren und Aufklären. Unsere Stärken liegen aber sicherlich in unserer Zusammensetzung. Die Helhed Produktion GmbH verfügt über eine eigene Entwicklung, Produktion, Postproduktion und Systementwicklung. Zudem haben wir Exklusivpartnerschaften im Bereich Augmented Reality & Games, Dome Projektionen, Industriedesign sowie Fertigung und sind mittlerweile international vernetzt. Der Ursprung unseres Teams ist außerdem sehr unterschiedlich und gleichzeitig relevant gewählt. Von klassischem Film-, Games-, CGI-Bereichen bis hin zu Marketing- und Industrieerfahrungen haben wir hier ein sehr dynamisches Umfeld geschaffen, das es uns erlaubt viele Blickwinkel und Erfahrungen abzudecken.

Welche Vision haben Sie mit Helhed?

Christian Bahr: Stabile Strukturen zu schaffen, die weiterhin erlauben, Visionen zu verfolgen. In Hamburg ist ja schon jetzt eine Menge VR-Kompetenz vorhanden. Diese Strukturen nachhaltig mit aufzubauen und Teil dieser Entwicklung zu sein, treibt uns jeden Tag an.

Virtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality