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Die richtige Content-Strategie aufsetzen

Die Geschwindigkeit im World Wide Web sitzt allen Hamburger Unternehmen im Nacken. Entweder treiben neue Technologien wie Mobile und Blockchain oder veränderte Vertriebswege und –zyklen zur Innovation des eigenen Geschäftsmodells an. Und dann wäre da auch noch der Ruf nach mehr Transparenz, um wahlweise als attraktiver Arbeitgeber dazustehen oder Kunden zum Kauf des eigenen Produktes zu animieren. Deshalb setzen immer mehr Firmen auf Content für soziale Netzwerke und eigene Webangebote.

 

 

Aber wie wird eine Content-Strategie eigentlich erfolgreich? Wir haben fünf Anregungen für euch.

Aufmerksamkeit erzeugen

Mitte 2016 gab es weltweit ca. 1 Milliarde Webseiten. Die User haben also eine große Auswahl, wenn es darum geht, Zeit im Internet zu verbringen. Ob nun Netflix, News-Seiten oder Spiele – die Ablenkung ist immens. Daher tobt im Netz der Kampf um die Aufmerksamkeit der User. Wenn die Konkurrenz die besseren Inhalte anbietet, gehen die potenziellen Kunden eben dorthin. Letztlich werden sich aber die qualitativ besten Inhalte für die jeweilige Zielgruppe auch durchsetzen. Genau hier muss eine mögliche Content-Strategie ansetzen.

Prozesse anstoßen

Präsenzen im Web und auf Social Media-Kanälen sollten für Unternehmen kein Selbstzweck sein, sondern immer auf KPIs/Businesszielen basieren. Digitale Experten und Berater können darauf aufbauend eine Content-Strategie formulieren und Antworten auf Fragen wie "Warum stagniert die Reichweite?", "Wie hoch ist die Conversionrate?", "Wieviele User werden letztlich zu Kunden?" oder "Warum ist unser Angebot nicht auf Seite 1 bei Google?" formulieren. Als Projektmanager versuchen sie die Unternehmensziele in Einklang mit den Interessen der Stakeholder zu bringen. Idealerweise als Stabsstelle auf der höchsten Entscheidungsebene.

Den Blick erweitern

Eine gute Content-Strategie sorgt sich nicht nur um das nächste Posting, Foto oder Video. Vielmehr geht es darum - auch auf Basis von Datenauswertungen und Reportings zur Performance auf den jeweiligen Netzwerken - den Content zu identifizieren, der zur richtigen Zeit auf der richtigen Plattform die meisten User anspricht und gleichzeitig auf die Unternehmensziele einzahlt. Deshalb sprechen Content-Strategen regelmäßig mit KollegInnen aus Marketing, IT, Personal, Social Media und PR. So können vorhandene Ressourcen effektiver und langfristiger genutzt werden.

Überblick behalten

Eine Content-Strategie kann schnell ausufern, denn – um auch Wirkung zu erzeugen – müssen gleich mehrere Anforderungen erfüllt werden: So gilt es einen Qualitätsstandard für die eigenen Inhalte zu definieren und diese fortlaufend auch zu produzieren (schreiben, filmen, aufnehmen, redigieren, kuratieren). Diese Inhalte müssen an die eigene Community adressiert (und dauerhaft moderiert) werden. Zudem fallweise auch in neue Zielgruppen vermarktet werden. Nicht übersehen werden dürfen dabei jedoch Themen wie die Markenwerte, die Botschaftsarchitektur und die strategische Kommunikationsausrichtung des Unternehmens.

Nabelschau beenden

Digital erfolgreiche Firmen setzen geradezu radikal darauf, den Nutzen für die Kunden zu verbessern. So hat Uber das Taxifahren nicht neu erfunden, aber das Bezahlen durch eine Umgestaltung der Transaktionsarchitektur umgestaltet. Ähnlich viel Aufmerksamkeit erzielte zuletzt der "Amazon Go"-Supermarkt, der ohne Kassen und Warteschlangen auskommen möchte. Sehr zur Freude der Kunden. Eine gute Content-Strategie kann helfen, diesen Kundenfokus dauerhaft im Unternehmen zu verankern und damit gegebenenfalls auch neue Prozesse für Innovation und Produktmanagement anzustoßen. Daraus entstehen zwar nicht gleich neue Geschäftsfelder. Das Business Development kann jedoch wertvolle Impulse erhalten.

Fazit: Unternehmen brauchen mehr Content-Strategen

Anfang Dezember gab es in den USA knapp 850 Stellenausschreibungen auf Linkedin für Content-Strategen zu finden. In London immerhin noch fast 100 (wenn verwandte Suchbegriffe hinzugenommen wurden). In Deutschland hingegen finden sich derzeit nur vereinzelte Jobangebote. Dies wird sich wandeln müssen, wenn Unternehmen ihre Ziele im Netz effektiv und nachhaltig erreichen wollen.

 

 

 

Content Marketing, Online Journalismus, Social Media