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Digital rockt: Philipp Westermeyer über den Podcast der Online Marketing Rockstars

Online Marketing Rockstars ist wohl eines der spannendsten Medienprojekte dieser Zeit. Auch der hauseigene Podcast verdient Gehör. Warum dem so ist, erklärt Philipp Westermeyer im Interview.

Während viele Medienmacher gerade jetzt voll auf Bewegtbildinhalte setzen, starten die Online Marketing Rockstars mit ihrem Podcast durch. Klar, Rockstars eben. Die machen doch immer alles anders, allerdings mit Bedacht und viel wichtiger: mit Erfolg. Philipp Westermeyer, Gründer von OMR und Advisor der Initiative, spricht mit uns im Interview über Gäste wie Christoph Metzelder oder Paul Ripke, die Möglichkeiten "nativer" Werbung und über Geschichten, bei denen man gerne zuhört.

Lass uns mal über euren Podcast bei OMR sprechen. Was genau erwartet einen Zuhörer, wenn er das erste Mal dabei ist?

Der wöchentliche Podcast dreht sich um digitales Marketing und andere Geschichten, die da nah dran sind – Startups, Sport, Musik. Entsprechend sind auch die Gäste Marketing-Papst Florian Heinemann oder Andre Alpar, Instagram-Held und Materia-Buddy Paul Ripke oder Vize-Fußballweltmeister und Jung von Matt-Mann Christoph Metzelder. Wir versuchen den Hörern was Neues zu erzählen und damit zu unterhalten. Neben unserem OMR Podcast werden wir in naher Zukunft einen Vermarkter für Podcasts starten. Unter Podstars werden wir unser Know-how und das Online Marketing Rockstars-Umfeld zusammenbringen, um auch andere Podcasts zu unterstützen.

Eine Frage, die beim Thema Podcast schnell aufkommt: Wieso entscheidet man sich in einer Zeit, in der immer mehr Leute auf bewegte Bilder setzen, für einen Podcast?

Ich persönlich bin schon seit Jahren ein großer Fan von Podcasts. In den USA gibt es bereits große und berühmte Podcasts mit einer riesigen Reichweite. Für mich ist das Format Podcast einfach bequem. Ich kann es fast überall konsumieren, egal ob im Auto, Fahrrad oder beim Spazieren. Das ist bei vielen Medien anders. Für Werbekunden ist das Medium Podcast super interessant, da die Werbung sehr persönlich und häufig „nativ“ ist und in den wenigsten Fällen übersprungen wird. Podcast-Abonnenten sind extrem loyal. Mehr als 90 Prozent unserer Hörer hören einen Podcast bis zum Schluss. Von dieser Zahl träumen viele Video-Formate. Das Gesamtpaket stimmt einfach.

90 Prozent sind ein beachtlicher Wert. Aber was genau sind die Ziele, die ihr mit dem Podcast verfolgt: Verdient ihr damit Geld, nutzt ihr es zur Reichweitensteigerung oder ist es einfach nur ein zusätzlicher Service für Digital-Interessierte?

Es ist als zusätzlicher Service für Digital-Interessierte und Rockstars-Fans gestartet. Auch um über das Jahr abseits von unseren Events präsent zu sein. Wir bekommen super Feedback und arbeiten stetig an der Verbesserung, wir haben uns sogar gerade ein extra Studio gebaut. Für die Zukunft planen wir, auch andere Podcasts zu vermarkten und unser Rockstars-Netzwerk noch besser zu nutzen.

Was sind beliebte Fehler, die Podcast-Betreiber häufig machen?

Ich glaube, viele unterschätzen, wie schwierig es ist, gute Unterhaltung zu erzeugen. Ganz unabhängig vom Kanal, auf dem „gesendet wird“. Es reicht meistens nicht einfach „loszulegen“ und mit Freunden zu sprechen oder etwas „zu erzählen“. Man braucht schon einen guten Plan, was besprochen werden soll und muss sich auch zeitlich disziplinieren. Podcasts von über 60 Minuten sind selten erfolgreich.

Eignet sich eigentlich jedes Thema gleich gut für einen Podcast?

Wir haben gemerkt, dass Erfolgsgeschichten von Startups und Unternehmen gut ankommen. Wir versuchen aber, immer eine ausgewogene Mischung aus dem gesamten Online Marketing-Umfeld abzubilden, um möglich viele unserer Hörer und auch Leser zu erreichen und zu begeistern. Durch Gäste aus allen möglichen Bereichen schaffen wir das einigermaßen. Egal ob InstagrammerInnen, Profisportler oder Online Marketing-Experte, alle Gäste können spannende Geschichten erzählen. Die Kunst ist es, interessante Gäste aufzutreiben und so ins Gespräch zu bringen, dass es wirklich lehrreich und unterhaltsam wird. Das ist keine kleine Aufgabe.

Gibt es Podcast-Vorbilder, die euch inspiriert haben?

Ich persönlich bin großer Fan von Bill Simmons, einem US-Sport-Podcaster, der nun nach seiner Zeit bei ESPN ein ganzes Podcast-Netzwerk aufbaut. Bill Simmons hat vor Jahren schon erkannt, welche Möglichkeiten das Medium Podcast bietet. In den USA hören mehr als 46 Mio. Menschen regelmäßig Podcasts. Das ist eine enorme Reichweite. In Deutschland wird das noch unterschätzt, obwohl es in Deutschland fast genauso viele regelmäßige Podcast-Hörer gibt wie Nutzer von Audio-Streaming-Diensten wie Spotify und Co..

Noch eine Frage zum Abschluss: Glaubt ihr, dass es euren Podcast auch in zehn Jahren noch geben wird und wenn ja, auch in dieser Form?

10 Jahre sind eine sehr lange Zeit in der digitalen Medienwelt. Ich bin mir aber sicher, dass der Online Marketing Rockstars Podcast und das gesamte Podstars-Netzwerk in fünf Jahren noch existiert und erfolgreich funktioniert. Die deutsche Podcast-Szene steht gerade am Anfang einer spannenden Entwicklung. 2006 war der Podcast-Markt in den USA an einer ähnlichen Stelle. Ich hoffe aber, dass der deutsche Markt keine 10 Jahre benötigt, um auf US-Niveau zu wachsen.

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