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Greenhouse Innovation Lab: Work hard, have fun, dream big

Was gedeiht im Greenhouse Innovation Lab des Hamburger Verlages Gruner+Jahr? Andreas "The Spectator" Wrede, Editor-in-Chief InnoLab/Medienmanagement, Hamburg Media School, hat sich das für uns einmal angeschaut.

Das Team Greenhouse (von links nach rechts): Jens Uehlecke (Managing Director), Kristin Borlinghaus (Program Manager) und Simon Meyborg (Senior Technologist).

Greenhouse heißt auf Deutsch Treibhaus, Gewächshaus oder Glashaus und ist damit ureigentlich ein Begriff aus der Cultura Hortorum, dem Gartenbau. Und der ist doch ein schönes metaphorisches Bild für das Greenhouse Innovation Lab des Hamburger Verlages Gruner+Jahr.
Es soll hier mit Startups sowohl an digitalen Projekten (verschiedener Provenienz), die aus dem eigenen Hause kommen ebenso wie mit externen Köpfen aus der Gründerszene zusammengearbeitet werden.


Kristin Borlinghaus, Program Managerin, sitzt entspannt in einem sehr coolen Loft-Raum mit zwei Ebenen unterm Dach in der ehemaligen Pianofabrik im Hamburger Schanzenviertel und ist sich im Gespräch mit dem Spectator sehr sicher: „Die digitale Transformation braucht erfolgreiche, neue Geschäftsmodelle. Die wollen wir im Greenhouse als Kristallisations-Punkt bei Gruner und Jahr bündeln, entwickeln und realisieren“. Los ging es mit dem Club of Cooks, einer verlagsinternen Idee: hier hat man zu tun mit einem Netzwerk aus Foodtubern (...was für ein Wort...), richtig, dass sind YouTuber, die sich mit Essen auseinandersetzen.

Nun ist man im Greenhouse dabei, Foodtuber und Werbewirtschaft an einen (virtuellen) Tisch zu bekommen, um sodann „kreative und wirkungsstarke Werbeformen“ aufzusetzen. Aber dabei blieb es keineswegs seit im Greenhouse die Lichter im Mai 2015 angingen und es ist kein Zufall, dass das Digital-Labor nicht am Noch-Standort von Gruner+Jahr am Hafen zu finden ist. „Hier im Lab können wir mehr experimentieren und freier denken. Und der Kontakt mit Mitarbeitern aus dem Haus ist ohnehin ausgesprochen rege, ob es nun um Apps, publizistische Formate, Online-Services oder Social Media Tools geht“, weiß Kristin Borlinghaus zu berichten. So schafft Distanz mithin Nähe zu innovativen Projekt-Prozessen und befördert zeitgemäße Arbeits-Strukturen.


Bis zu fünf Teams können für jeweils drei Monate im Greenhouse ihre Idee bzw. ihr Startup inkubiert entwickeln. Ihren Mitarbeitern stehen Greenhouser wie Kristin Borlinghaus oder Managing Director Jens Uehlecke zur Seite und desgleichen Experten aus unterschiedlichsten Startup-Feldern. „Und wenn alles gut läuft“, Kristin Borlinghaus holt tief Luft, „nach der Ideenprüfung, Teamzusammenstellung, und Validierung der Idee mithilfe von Prototypen, dann, ja dann wird vor der Geschäftsführung präsentiert“.

Jedem Team steht zu Beginn ein klassisches Acceleratorbudget zur Verfügung und Synergien mit Marken aus dem Hause Gruner+Jahr sind erwünscht. Wenn dem Startup schließlich Zukunftschancen prognostiziert werden, winkt ihm eine Nachfolge-Finanzierung. Dabei weiß Kristin Borlinghaus. „Wir im Greenhouse sind offen für viele Möglichkeiten – in erster Linie entwickeln wir eigene Ideen, sprechen aber auch mit externen Start-Ups, um vielleicht gemeinsam zu Dinge zu beschleunigen.“ Es wird versucht eine neue, kooperative Arbeitskultur über enggedachte Abteilungen, Ressorts oder Titel hinaus zu schaffen, to get off the ground and to sent a startup into the digital orbit.
Kristin Borlinghaus weiß wovon sie spricht: bevor sie zum Greenhouse stieß, hat sie in Berlin selbst in Startups gearbeitet und zwei Agenturen gegründet.

Nun, die Zeiten ändern sich, Verlage wie Gruner+Jahr müssen sich an neue Formate, Geschäftsmodelle, Herangehensweisen und kollaborative Ideen und Projekte heranwagen. Jedenfalls weiß Kristin Borlinghaus, „dass bei G+J das Greenhouse als das gesehen wird, was es sein soll: ein innovatives Treibhaus und ein Gewächshaus in dem es permanent blüht und zwar für jeden Mitarbeiter oder Kollaborateur jederzeit transparent wie in einem Glashaus.“  Für den Rest gilt: Work hard, have fun, dream big


von Andreas Wrede, Editor-in-Chief InnoLab/Medienmanagement, Hamburg Media School



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