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Music WorX: Wenn die Musikbranche und Geschäftsmodelle zusammenkommen

Förderung neuer Geschäftsmodelle im Musikmarkt: Dafür gibt es in Hamburg Music WorX. Unser "Spectator" Andreas Wrede, Editor-in-Chief InnoLab/Medienmanagement, Hamburg Media School, hat darüber mit Jenny Kornmacher von der Hamburg Kreativ Gesellschaft gesprochen.

Foto: www.pexels.com

„Ich akzeptiere das Chaos. Ich bin mir nicht sicher, ob es mich akzeptiert.“ Das hat vor einer Weile Bob Dylan gesagt, der erste Musiker, der den Literaturnobelpreis bekommen hat.
Und das kennen wir doch alle: Wir haben eine Idee oder besser eine Geschäftsidee und anfänglich sind unsere Vorstellungen oft noch chaotisch, schemenhaft, ungeordnet. Aber immer sind sie geprägt von kreativer Power und innovativem Drang.

In unserer Stadt gibt es ein Programm zur Förderung neuer, spannender Geschäftsmodelle im Musikmarkt. Initiiert von der Kulturbehörde und unterstützt von der Hamburg Kreativ Gesellschaft hat sich Music WorX stetig nach vorn gebracht. Jenny Kornmacher von der Hamburg Kreativ Gesellschaft begleitet Music WorX bereits seit einiger Zeit. „In den ersten drei Jahren, also ab 2011, war Music WorX ein einfacher Wettbewerb für innovative Geschäftsmodelle in der Musikbranche“, sagt sie. Das hat sich allerdings 2104 geändert.
„Wir haben Music WorX zu einem Accelerator-Format weiterentwickelt, hier werden innovative Unternehmungen nun nachhaltiger gefördert“, fährt Jenny Kornmacher fort, „Music WorX hilft in finanzieller Hinsicht und durch professionelle Mitwirkung.“ Schließlich geht es besonders darum, den geförderten Projekten Perspektiven für ihre Entwicklung aufzuzeigen.

Im Music WorX Accelerator sind derzeit drei junge Unternehmen engagiert. Da hätten wir Flits Music, eine mobile Live-Video-Streaming Applikation für Musiker und Konzertbesucher. „Nach ersten erfolgreichen Tests in den USA soll jetzt auf dem deutschen und europäischen Markt durchgestartet werden,“ erklärt Jenny Kornmacher.

Noys-VR Music ist eine Plattform – so die eigene Darstellung „auf der Musiker von zu Hause aus live in virtuellen Welten auftreten können.“ Und währenddessen können Fans global mit einem VR-Headset den Gig verfolgen, untereinander kommunizieren und mit den Musikern interagieren. In der Tat eine moderne Vorstellung wie man Musik mehrdimensional präsentieren kann.

Und schließlich noch Audiolevel.com, diese Kreativköpfe  entwickeln „innovative digitale Audio
Hard- und Software für Musiker, DJ’s und Audioschaffende“, weiß Jenny Kornmacher. Gerade gibt es drei neuartige Hardware-Produkte in der Beta-Phase inklusive Kostenanalyse. Und die Chancen für den Markteinstieg wurden vom Team ebenfalls evaluiert.

Das Accelerator-Trio wird sich auf dem Music WorX Day, am 30. November bei edel (Neumühlen 17), drei weiteren Gründern aus ganz Deutschland stellen müssen: Bei einem Pitch vor potentiellen Investoren und einer Jury, bestehend aus Musikexperten, können die sechs Teams ihre Geschäftsidee vorstellen – die beste wird mit einem Preisgeld von Euro 5000 belohnt. Wer als Zuschauer dabei sein möchte, kann sich über eventbrite.de anmelden. Gleich, wer nun den Preis mitnimmt, eine Satz von Bob Dylan ist weiterhin wahr: „Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.“

 

von Andreas Wrede, Editor-in-Chief InnoLab/Medienmanagement, Hamburg Media School

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