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Neu in der Hamburger Startup-Szene: 20scoops bietet Kapital und Know-how

Mit 20scoops gibt es einen neuen Player im Hamburger Startup-Kosmos, der Kapital und Know-how verspricht. CEO Anan Pinitvetchagan hat uns aber noch einiges mehr über 20scoops verraten.

In regelmäßigen Abständen tauchen neue Player im Startup-Kosmos der Hansestadt auf; jüngst hat 20scoops sich in der Fuhlsbütteler Straße niedergelassen. Von dort aus möchte es Jungunternehmen mit Kapital und Know-how unterstützen, gerade auch mit Blick auf Geschäftsideen im digitalen Bereich. Was 20scoops außerdem noch besonders macht, beschreibt CEO Anan Pinitvetchagan in unserem Interview.

Herr Pinitvetchagan, 20scoop ist noch recht neu in der Hamburger Startup-Szene. Was genau umfasst Ihr Angebot?

Wir verfügen über ein hohes Maß an digitalem Know-how und einem eigenen Innovationszentrum. Neben unserem Standort in Hamburg haben wir bereits in Chiang Mai einen Campus eröffnet. In Asien können wir auf ein Team von über 20 Mitarbeitern aus den Bereichen digitale Forschung, Entwicklung und Implementierung zurückgreifen. Und wir wachsen stetig weiter.
20Scoops beteiligt sich auch als Investor an Startups. Je nach Entwicklungsphase greifen wir für eine schnelle Umsetzung auf ein beachtliches Venture-Kapital zurück. Als Kapitalgeber ist es unser oberstes Ziel, die Eigenständigkeit und Innovationskraft der Startups und Unternehmen zu bewahren. Wir investieren nicht einfach nur Geld. Wir investieren in die Geschäftsideen und Innovationen der Startups, um beim Geschäftsaufbau zu helfen und zu förden. Als strategischer Mentor begleiten wir Startups von der Gründung bis zur Markteinführung und darüber hinaus zur Eigenständigkeit.

Auf der Website von 20scoops heißt es: „Wir wollen digitale Kracher aufbauen und weiterentwickeln“. Was genau macht für Sie einen Startup-Kracher aus?

Das sind für mich Gründer und Startups mit innovativen Geschäftsideen, die neue Wege einschlagen möchten, die kreativ sind. Wenn interessante Apps vorgestellt werden, kommt meine Leidenschaft und mein Technologie-Herz schlägt höher.

Welche Branchen sind für Sie besonders interessant?

Wir sind nicht branchenspezifisch gebunden, im Gegenteil, wir sind offen für jede Branche. Viel wichtiger ist uns die Idee und die Person, die hinter der Firma steckt. Die Idee muss mich überzeugen und mitreißen, dass mir während dem Pitch schon Ansätze einfallen, wie wir den Gründer unterstützen können. Wichtig ist auch, dass es zwischenmenschlich passt.

Wenn Sie den Hamburger Startup-Kosmos betrachten – was sind die drei Eigenschaften, die Ihnen hier am besten gefallen?

In Hamburg sind die Unternehmer, Geld ist also vorhanden.
Und Hamburg ist eine sehr große Stadt, das heißt für mich, dass noch viel Potenzial vorhanden ist, um die ständig weiterwachsende Startup-Szene zu unterstützen. Hier sitzen auch Firmen wir Google, Facebook, Xing usw., die die Stadt attraktiver machen und positiver entwickeln.
Außerdem ist Hamburg das Tor zur Welt, die Perle – die schönste Stadt Deutschlands.

Sie möchten den Startups einen Campus in Hamburg mit digitalem Schwerpunkt anbieten, ein zweiter im thailändischen Chiang Mai soll folgen. Warum haben Sie sich genau für diese beiden Städte entschieden?

Unseren Campus in Asien haben wir mittlerweile eröffnet, unweit in der Nähe der renommiertesten Universitäten in Chiang Mai. Ich habe mich für diese Städte entschieden, um die Brücke zwischen Europa bzw. Deutschland und Asien zu schlagen. Hier möchte ich den Austausch fördern und weiterentwickeln. Beide Länder profitieren von den Erfahrungen, z. B. in Bezug auf den Markteintritt, die Zielgruppen, Umgangsformen usw. Um diese Erfahrung näher zu bringen, schicken wir unsere deutschen Kollegen nach Asien und umgekehrt. Learning by doing und das geht am besten vor Ort.

Was macht Thailand für Sie als Standort so attraktiv?
Die moderne Infrastruktur ist ein großer Vorteil. Chiang Mai hat überall verfügbares High Speed Internet und kostenfreies WiFi, selbst in einem 7-Eleven oder Coffee Shop.
Außerdem ist die Suche nach passenden Mitarbeitern auch viel einfacher. Z. B. gibt es in Chiang Mai viele gute und renommierte Universitäten, somit auch viele Absolventen für verschiedene Bereiche wie Entwicklung, Grafikdesign, Buchhaltung etc., die man schnell und unkompliziert rekrutieren kann. Anders als in Deutschland bzw. Europa ist der Bewerbungsprozess nicht so komplex und langwierig, das spart Zeit und Geld. Dazu kommt die extrem positive Arbeitsmoral der einheimischen Mitarbeiter, die es ermöglicht, Projekte schneller umzusetzen.

Was können thailändische Startups von Hamburger Startups lernen und umgekehrt?

Know-how, innovative Ideen und Ansätze, die Sichtweise der Gründer, die Ideenfindung, Erfahrungen des asiatischen und europäischen bzw. deutschen Marktes – all das sind Themen und Ansätze, von denen beide lernen können. Auch die Kreativität, Arbeitseinstellung oder auch das Durchhaltevermögen sind Punkte, von denen beide voneinander profitieren können.

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