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Slack – ein Tool erobert Newsrooms

Slack wird von Verlagen zur internen Kommunikation genutzt – und das wohl ziemlich erfolgreich. Andreas „The Spectator" Wrede, Editor-in-Chief InnoLab/Medienmanagement, Hamburg Media School, hat sich das Tool genauer angesehen.

Slack hat im englischen mehrere Bedeutungen – unter anderem bedeutet das Wort Leerlauf, Pufferzeit oder Zeitfenster. Und irgendwie passen alle drei Begriffe zu einer App, die gerade zahlreiche Newsrooms in New York City, anderen US-Metropolen und auch in Europa erobert. Tendenz: stetig steigend.

Slack ist die derzeit erfolgreichste Communication-App auf dem Markt. „Slack is the  new favorite tool of newsrooms“,  „Chatting with bots: How Slack is changing how newsrooms talk amongst themselves“, „Slack has proved to be an amazing open, real-time communication and collaboration tool for a college newsroom“ – dies sind nur einige von zahlreichen enthusiastischen Schlagzeilen für diese Über-Chat-App.

Die Macher von Slack sagen: „We’re on a mission to make your working life simpler, more pleasant, and more productive.“
Das hat anscheinend diverse Investoren in den USA überzeugt: Bislang hat Slack nahezu $ 500 Millionen eingesammelt, der Wert der Company wird derzeit auf circa drei Milliarden Dollar veranschlagt, wow. Die Financial Times schrieb dazu: „Slack is the first business technology to have crossed from business into personal use since Microsoft Office and the BlackBerry“.

Was also kann Slack? Die Grundüberlegung der Entwickler war: Wir alle werden tagtäglich von E-Mails überflutet, da kann man Informationen intern besser austauschen. In News-Organisationen wie Time Inc., New York Times, Vox Media, BuzzFeed, The Guardian oder Business Insider wird Slack mittlerweile eingestzt.

Mit Slack kann man: Nachrichten austauschen, mit Einzelnen oder Gruppen chatten, zusammen Dokumente bearbeiten und Slack ist z.B. in Dropbox, GoogleDrive oder GitHub integrierbar.

Bei der New York Times etwa gibt es inzwischen mehr als 200 Slack-Channels für diverse Abteilungen, sowohl auf der Editorial- wie auf der Verlags-Seite. „[...] Slack has made it easy to know where the conversations are going to be happening — which is to say not in email or instant messages. It’s become the new destination that people start with“, meint Tyson Evans, Strategy Editor der NYT, gegenüber digiday.

Freilich: Auch Slack muss man als User den lieben langen Tag checken. Der Vorteil ist eben: Slack ist einfach und intuitiv zu benutzen, bis zu 10.000 Nachrichten sind such- und findbar in der Free Version, in der bezahlten sind es weitaus mehr. Und man kann um Slack herum andere, sinnvolle Funktionen bauen wie es etwa die britische The Times getan hat.

Dort wurde ein Bot entwickelt, das sich in den individuellen Zeitplan der Mitarbeiter einklinkt, so dass man das Bot fragen kann, ob einer anderer Kollege gerade beschäftigt ist ehe man ihm eine Nachricht schreibt. Mittlerweile hat Slack mehr als eine Million tägliche User und über 300.000 Paid-Subscribers.

Wie gesagt: nutzt man Slack regelmäßig, gibt es keinen Leerlauf mehr, man schafft während der Arbeitszeit Puffer und kann mit seinen Zeitfenstern sehr ökonomisch umgehen. Slack bedeutet übrigens auch: lässig.

von Andreas Wrede, Editor-in-Chief InnoLab/Medienmanagement, Hamburg Media School

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