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There is only make! Sven Samplatzki im Interview

Mit nation d will Sven Samplatzki die Leidenschaft für Innovationen in Unternehmen wecken und erklärt in unserem Interview, was sich große Unternehmen von Startups abschauen können.

Digitale Innovationen für Unternehmen nutzbar machen – das ist das Ziel von nation d. Dessen Gründer und Geschäftsführer ist Sven Samplatzki, der zuletzt u. a. das Technologie-Startup apprupt mit aufbaute. Mit nation d will er nun die Leidenschaft für Innovationen in Unternehmen wecken und trägt damit zum Trendthema des crosssektoralen Wissensaustauschs bei. Denn die Knowledge Collaboration, das nie endende Dazulernen und Austauschen, gehören zu den zentralen Herausforderungen in der Medien- und Digitalbranche. Im Interview erklärt Sven Samplatzki, was sich größere Unternehmen von Startups abschauen können und welche Rolle zukünftig auch Virtual Reality spielen kann.

„There is only make!“ ist Ihr Motto. Ist das Ihr Pendant zur oft geforderten Kultur des Scheiterns?

Ganz genau. In Deutschland ist man viel zu zögerlich beim Ausprobieren von Neuem. Und wenn, dann sind ewig lange Diskussionen und überfrachtete Prozesse vorausgegangen. Im Silicon Valley agiert man hingegen nach dem Motto „Run fast, break things."

Gerade Startups wird nachgesagt, eine trail-and-error-Kultur zu besitzen. Können etablierte Unternehmen ab einer gewissen Größe diese Einstellung überhaupt noch leben?

Meiner Erfahrung nach ist das sehr schwierig, zumindest bei sehr großen Unternehmen. Wenn ich CEO wäre, würde ich eine Doppelstrategie fahren: Das Kern-Unternehmen umbauen, Innovationskultur- und Fehlerkultur stärken, aber gleichzeitig Projekte ausgründen, Beteiligungen eingehen, Startups kaufen, etc.. Aber nur darauf zu setzen, den „Supertanker“ umzulenken anstatt auch ein paar Schnellboote auszusetzen, wäre fatal – das dauert viel zu lange.

Was sind für Sie die drei wichtigsten Aspekte, die sich große Unternehmen von Startups abschauen können?

Die drei großen K’s: 1. Kunde: Ein Kunden-Problem zu lösen gehört in den Fokus. Innovationsmethoden wie Design Thinking setzen auf "empathize“ und Rollenspiele – das ist wichtiger als ein aufwändiger Business Case, der mit 95% Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht eintritt. 2. Köpfe: Die Tech–Unternehmen im Silicon Valley schätzen ihre Mitarbeiter über alle Maßen: Gratis-Essen, Freizeitoptionen, Firmenanteile oder 10% der Arbeitszeit zur freien Verfügung für eigene Projekte sind da nur ein paar Aspekte. 3. Kommunikation: Das Lebenselixier von Innovation ist der freie Fluss von Informationen. Das fängt bei der Office–Struktur an: Einzelbüros oder gar eine Vorstandsetage sind Relikte aus den 70er Jahren. Auch die Unternehmenskultur hat massiven Einfluss. Wenn die Mitarbeiter Wissen bunkern anstatt zu teilen, gibt es dafür einen Grund, der häufig in der Kultur und Führung des Unternehmens verankert liegt.

Fernab softer Arbeitsfaktoren spielt aber auch die Technik eine Rolle. Welche wichtigen Innovationen gibt es hier, um ein Unternehmen aus der Medien- und Digitalbranche voranzubringen?

Es gibt heute nicht mehr den einen mega Technologietrend. Auf vielen Technologiefeldern passiert wahnsinnig viel. Robotik, Virtual und Augmented Reality, 3D-Druck, Drohnen, Big Data, usw.. Da ist es wichtig zu schauen, mit welchen Technologien sich Berührungspunkte entlang der eigenen Wertschöpfung ergeben.

Mit nation d wollen Sie „digitale Innovationen für Unternehmen nutzbar“ machen und arbeiten dazu auch mit Virtual Reality. Welche Anwendungsgebiete sehen Sie dafür bei Unternehmen?

Bei VR sehen wir grad ein spannendes Momentum: Hochentwickelte und vor allem bezahlbare Lösungen kommen auf den Markt und die Menschen sind extrem neugierig auf diese Technologie. Auch mit kleinen Budgets lassen sich begeisternde Anwendungen entwickeln. Wichtig: VR ist mehr als eine Spielerei. Kunden oder Mitarbeiter in eine Produktwelt eintauchen zu lassen, virtuelle Showrooms für die Medien- und Kreativwirtschaft, Anwendungen, um das eigene Unternehmen vorzustellen und potentielle Bewerber auf einer Messe zu begeistern, – solche Projekte liefern echte Outputs und erzeugen Marketingwerte. In naher Zukunft wird VR noch tiefer in Wertschöpfungsketten eingreifen: Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung, Marktforschung oder auch als Vertriebskanal für mediale Inhalte.

 

Mehr zu Virtual Reality gibt es auch im Digitalmagazin Unified von nextMedia.Hamburg. Wer Virtual Reality für Unternehmen selber ausprobieren möchte, kann sich an nation d wenden und einen Demo-Termin vereinbaren.

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