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Was Startups wissen müssen: Crowdfunding

Was Gründer beim Crowdfunding berücksichtigen müssen, war Thema der StartHub-Sprechstunde mit Partnern. Eine Übersicht zu den besprochenen Themen gibt es hier.

Ist Crowdfunding eine Finanzierungsmöglichkeit für eine Startup-Geschäftsidee? Und wie wird eine Crowdfunding-Kampagne eigentlich umgesetzt? Innerhalb der StartHub-Sprechstunde mit Partnern hat Veronika Reichboth, Projektmanagerin vom nextMedia.StartHub, diese Fragen gemeinsam mit Isabel Jansen, zuständig für die Entwicklung und Betreuung der regionalen Crowdfunding-Plattform Nordstarter (Kreativ Gesellschaft), und Dr. Susanne Eigenmann, Leitung Qualifizierung und Vernetzung (Kreativ Gesellschaft) beantwortet.

Diese drei Fragen sind während der Sprechstunde besonders in den Vordergrund getreten:

  • Was ist Crowdfunding und was kann man damit finanzieren?
  • Wie kann man eine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich umsetzen?
  • Welche Summen kann man durch eine Crowdfunding-Kampagne erhalten?

Und hier die Antworten auf diese Fragen:
Es gibt vier verschiedene Modelle von Crowdfunding: Crowdinvestment, Crowdlending, Donation based Crowdfunding und reward based Crowdfunding. Gemeinsam haben die vier Modelle, dass Projekte oder Produkte mit Hilfe der „Crowd“ finanziert werden können. Die Bewerbung erfolgt über digitale Crowdfunding-Plattformen in Form einer Kampagne und ist zeitlich begrenzt. Die benötigte Summe muss klar definiert sein. Crowdfunding funktioniert nach dem „Alles oder nichts“-Prinzip – wenn die angegebene Summe in der vorgegebenen Zeit nicht erreicht wird, wird das Projekt nicht finanziert. Nordstarter basiert beispielsweise auf dem reward based Crowdfunding. Die Projektunterstützer einer Crowdfunding-Kampagne erhalten als Gegenleistung ein Dankeschön für ihre finanzielle Unterstützung. Dieses kann materiell oder immateriell sein.
Ähnlich und doch anders ist das Crowdinvesting (auch equity-based Crowdfunding genannt). Bei dieser Finanzierungsart investieren Personen oder Unternehmen in eine Geschäftsidee über eine Onlineplattform und erhalten dafür einen Anteil. Im Gegensatz zum reward based Crowdfunding ist hier der erhebliche Unterschied, das der Geldgeber eine Unternehmens-/ Gewinnbeteiligung erhält.

Um eine Kampagne erfolgreich umzusetzen, sollte man sich im Vorwege umfassend informieren, denn jede Plattform hat unterschiedliche Kriterien. Ausschlaggebend für den Erfolg sind die Vorbereitung und Umsetzung. Bereits die Zeit vor der Kampagne sollte man nutzen, um die Kampagne zu bewerben und Spannung aufzubauen. Aber auch die Präsenz auf der Plattform sollte gut umgesetzt sein: eindeutige Informationen, was finanziert werden soll und wer hinter dem Produkt steht, und welche Gegenleistung zu erwarten ist. Auch ein gutes Pitch-Video ist wichtig, dieses sollte  allerdings nicht länger als drei Minuten sein.
Beim Crowdinvesting muss man zusätzlich den Plattformbetreiber von der zu finanzierenden Geschäftsidee überzeugen, da hier nur Geschäftsideen mit besonders viel Potential und guten Erfolgsaussichten aufgenommen werden.

Im Regelfall werden auf der reward based Crowdfundingplattform Nordstarter eher kleinere Summen eingesammelt, der Durschnitt der erhaltenen Summen liegt bei ca. 7.000 – 8.000 Euro. Im Januar wurde jedoch der Fundingsrekord auf der regionalen Plattform geknackt: Über 300.000 € konnten für ein Projekt eingenommen werden. Neben dem finanziellen Aspekt kann man die Kampagne aber auch für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Denn anhand der gut vorbereiteten Kampagne erreicht man eine breite Masse, kann das Interesse an seinem Produkt wecken und findet eventuell sogar erste Kunden. Außerdem kann es ebenso eine Art Marktforschungstool sein, um herauszufinden, ob das Projekt oder Produkt überhaupt auf Interesse stößt.

Unterstützung für die Umsetzung der eigenen Crowdfunding-Kampagne gibt es bei der Hamburg Kreativ Gesellschaft – zum Beispiel beim monatlich stattfindenden Crowdfunding Club. Dieser ist kostenfrei, Anmeldung hier.




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