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Was Startups wissen müssen: Rechtsauskunft für Startups

Welche rechtlichen Themen Gründer berücksichtigen müssen, war Thema der Startup-Sprechstunde mit Partnern. Hier bekommt ihr eine Übersicht zu den besprochenen Themen.

Welche rechtlichen Themen müssen Gründer bei der Startup-Gründung berücksichtigen? Innerhalb der Startup-Sprechstunde mit Partnern hat Veronika Reichboth, leitende Managerin von nextMedia.Hamburg, diese Fragen gemeinsam mit ass.iur. Aylin Jacob, Unternehmensförderung (Handelskammer Hamburg), beantwortet.

Diese drei Fragen sind während der Sprechstunde besonders in den Vordergrund getreten:
•    Wann sollte man offiziell gründen?
•    Wie entscheidet man sich für  die richtige Unternehmensform?
•    Was sind die Dos & Don’ts bei der Firmennamensfindung?

Und hier die Antworten auf diese Fragen:
Zu dem Zeitpunkt einer offiziellen Unternehmensgründung sollte die Geschäftsidee bereits hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Seite durchdacht worden sein und ein sogenannter Businessplan erstellen werden. Sinnvoll ist es auch, wenn erste weitere Schritte angedacht oder durchgeführt worden sind, wie z. B. eine passende Internet-Domain zu  reservieren.

Um die richtige Unternehmensform sollte man sich im Vorwege ausführlich informieren und entsprechend der individuellen Rahmenbedingungen die „richtige“ wählen. Oft starten einzelne Gründer als Einzelunternehmen, da für diese Rechtsform kein Mindestkapital gefordert wird und ein großer Gestaltungsspielraum besteht. Wenn als Team gegründet werden soll, ist die UG sehr verbreitet, da die Höhe des Stammkapitals frei gewählt werden kann und dennoch eine Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen besteht.
Wenn die Option, kein Mindestkapital und Haftung mit eigenen Mitteln, besser zu dem Gründungsvorhaben passt, dann stehen die GbR oder OHG zur Auswahl.

Grundsätzlich kann die Rechtsform zu einem späteren Zeitpunkt geändert werden. So ist es möglich, als Kleingewerbetreibender anzufangen und später in eine UG bzw. GmbH umzufirmieren.  Allerdings ist diese Änderung mit Kosten und Zeit verbunden, denn es muss ein Notar beauftragt werden (Kosten ca. 800 – 1.000 Euro) und ein erneuter Eintrag in das Handelsregister durchgeführt werden.

Oft wird auch die Variante gewählt, als UG (haftungsbeschränkt) zu starten, da dann nicht sofort das Stammkapital i. H. v. EUR 25.000 eingezahlt werden muss. Die Gesellschafter sind allerdings verpflichtet, 25% des jährlichen Jahresüberschusses in die Gewinnrücklage der Gesellschaft einzustellen. Die UG ist eine durch die Reform des GmbH-Rechts geschaffene Variante der GmbH, aber keine eigene Rechtsform.
Auch bei der Firmennamensfindung gilt es einiges zu beachten. Den eigenen Nachnamen als Firmennamen zu nutzen ist grundsätzlich in Ordnung. Auch der eigene Name in Verbindung mit einem Fantasiezusatz ist erlaubt. Auch andere Namensmöglichkeiten sind möglich. Im Vorwege sollte man sich aber erkundigen, ob dieser Name bereits als Firmenname im lokalen Handelsregister eingetragen ist. Wenn der zukünftige Unternehmensweg über die lokalen Stadtgrenzen hinausgehen soll, lohnt sich auch eine Erkundigung bei anderen Handelsregistern, ob der Firmenname dort bereits vertreten ist. Um exklusives Nutzungsrecht des Namens zu haben, kann man diesen auch schützen lassen.
Sollte man die Handelskammer-Auskunft nicht einholen und der Unternehmensname bereits existieren, so droht eine Abmahnung.

Weitere Informationen zu dem Thema unter:
Dok.Nr. 112250 – Von der Geschäftsidee zum Businessplan
Dok.Nr. 112253 – Welche Rechtsform ist die zweckmäßigste (+Checkliste Rechtsform)
Dok.Nr. 1723 – Firmenrecht
Dok.Nr. 117737 – Markenschutz für Dienstleistungen und Produkte
Oder unter: www.hk24.de


Übrigens: Wer sich für das Thema interessant, kann auch am 26.1.2016 beim Startup-Workshop "Rechtliche Do’s and Don’ts für Gründer" teilnehmen, die der nextMedia.Startup in Zusammenarbeit mit dem betahaus Hamburg anbietet.

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