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Weltoffenheit auf Papier: Hamburgs „Gute Leute Magazine“

Gecrowdfundet bei Nordstarter.org und nun zu kaufen: „Gute Leute – The International Face of Hamburg“. Andreas "The Spectator" Wrede, Editor-in-Chief InnoLab/Medienmanagement, Hamburg Media School, über die Geschichte des Magazins.

Der Titel des Magazins ist so einfach und lässig wie freundlich und sympathisch: „Gute Leute –  The International Face of Hamburg“. Die Idee hatte eine junge Frau, die in Spanien aufgewachsen ist, in Großbritannien zur Universität ging, um dann in unserer Hansestadt zu landen. Auf hamburg.de hat sie erzählt wie sie auf die Idee kam, ein Heft für Zugewanderte zu machen.

Sie sagt, „dass es eine große Community von Spaniern, Engländern und anderen gibt, die hier leben und arbeiten - laut Statistik sind das 244.000! Nur: man sieht sie nicht. Denn sie bleiben oft unter sich und finden nicht so schnell Anschluss mit Hamburgern.“ So hat sich Sabela Garcia also aufgemacht, Zuwanderer und Hamburger miteinander zu verbinden, da „die vielen Zuwanderer eigene tolle Geschichten zu erzählen hatten.

Über allem steht der Gedanke einen Beitrag zu leisten für eine freundliche, weltoffene Stadt – angesichts der aktuellen und auch künftigen Herausforderung, Tausende von Flüchtlingen in Hamburg zu integrieren, ein ebenso ambitioniertes wie schönes Projekt. Zumal es sich bei dem Gute Leute Magazine um ein Print-Produkt handelt. Mithin ist’s ein Old School-Medium, das Hamburger Menschen heute und morgen zusammenbringen soll.

Anfang Dezember erschien die erste Ausgabe, die nächste soll im Frühjahr 2016 erscheinen, sodann ist ein Erscheinungsrythmus im Quartal geplant für dieses Mag. Finanzieren soll sich Gute Leute über den Verkauf (7 Euro/pro Ausgabe), Anzeigen und Sponsoren. Um die erste Ausgabe veröffentlichen zu können, hat Sabela eine Crowdfunding-Kamapagne auf der Plattform Nordstarter.org gestartet und darüber mehr als 5000 Euro mit Hilfe von 94 Supportern eingesammelt.

Weil sich Gute Leute nicht nur an deutsche Leser, sondern eben an ein internationales Publikum richtet, erscheint es in Englisch. Ein knappes halbes Dutzend Blattmacher produzieren Gute Leute mit Enthusiasmus, guter Laune und Verve. Wie kam Sabela auf den Titel? „Ich habe vor vier Jahren Gonzales getroffen, der auch aus Spanien stammte und kein Deutsch konnte. Und immer wenn er in schwierige Situation kam oder nicht genau verstanden hat, um was es gerade geht, hat er geantwortet: 'Kein Problem, ich gute Leute'", so erklärt sie weiter auf hamburg.de.

Und schon war der Titel für das Magazin gefunden, das man am besten dadurch unterstützt, indem man eine Ausgabe kauft – an einem der ausgewählten Verkaufsorte oder am besten online (guteleutemagzine.com). Am 11. Dezember wird die Gute Leute-Magazine-Release-Party im Kitchen Club der Superbude auf Sankt Pauli gefeiert. Wer dabei sein möchte, möge sich online fix anmelden, die Chancen die Macherinnen und Macher persönlich kennen zu lernen und ihnen zu ihrem ersten Streich zu gratulieren, stehen bei 100 %. Berührungsängste irgendwelcher Art wird’s kaum geben – sind ja gute Leute.

 

von Andreas Wrede, Editor-in-Chief InnoLab/Medienmanagement, Hamburg Media School

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