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AUFBRUCH IM DIGITALEN WANDEL


Dr. Carsten Brosda, Bevollmächtigter des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg für Medien über den Medienwandel am Standort.


Seit Jahrzehnten steht Hamburg für qualitativ hochwertige Inhalte. Hier sind stilprägende politische Magazine ebenso groß geworden wie Boulevard-Zeitungen, Illustrierte und die wichtigsten deutschen Fernsehnachrichten. Aber nicht nur im Journalismus, sondern auch in Musik und Film, in der Werbe und PR-Wirtschaft sowie in den Bereichen Online, Software und Games liefern Hamburgs Kreative und ihre Unternehmen immer wieder Höchstleistungen ab. In keiner anderen Medienstadt sind so viele Medienwirtschaftszweige so relevant und so profitabel vertreten. Als Stadt der Inhalte, als Contentcity, ist Hamburg daher prädestiniert, die Chancen des digitalen Wandels und der Medienkonvergenz zu ergreifen. Kreativität und Kaufmannsgeist sind die Grundlage innovativer Geschäftsmodelle quer durch alle Mediengattungen.

Wir erleben, dass sich die Bedingungen medialen Wirtschaftens und Arbeitens grundlegend verändern. Seit 2013 diskutieren Vertreterinnen und Vertreter Hamburger Medien- und IT-Unternehmen bereits in der Regionalen Arbeitsgruppe zum IT-Gipfel der Bundesregierung über das neue Zusammenspiel von Content und Technology. Auslöser des allfälligen Wandels ist die Digitalisierung, die uns dazu anregt, die Erstellung und Verbreitung von Inhalten neu zu denken. Sie verhilft einerseits klassischen Medienangeboten zu den höchsten Reichweiten ihrer Geschichte und ermöglicht es andererseits neuen Medienangeboten, binnen weniger Monate Millionen Nutzerinnen und Nutzer weltweit zu gewinnen. Sie erlaubt Darstellungsformen, die vor kurzem noch kaum vorstellbar waren, und reißt zugleich die Barrieren zwischen Medienmachern und Publikum unwiderruflich ein. Sie ist die größte Chance und zugleich die größte Herausforderung, vor der nicht nur Medienunternehmen heutzutage stehen.

In Hamburg bieten sich beste Chancen, den digitalen Medienwandel so zu gestalten, dass sich alte und neue Qualitäten in einem digitalen Ökosystem zu noch besseren Inhalten und noch profitableren Wertschöpfungskonstellationen verbinden.

Insgesamt 110.000 Beschäftigte arbeiten hier in über 23.000 Unternehmen der Medien-, IT- und Telekommunikationsbranche. Darunter sind sowohl Global Player als auch viele mittelständische Unternehmen und kreative Gründer. Ihre gemeinsame Zukunft liegt auch und gerade in der Entwicklung erfolgreicher Geschäftsmodelle an der Schnittstelle von Content und Technology.

Hamburg wird seine Standortaktivitäten daher in Zukunft noch konsequenter auf die digitale Transformation der Medienwirtschaft ausrichten. Bereits vor 16 Jahren haben wir Pioniergeist bewiesen und die Initiative Hamburg@work gegründet, die sich um die neue digitale Wirtschaft gekümmert hat. Nun entwickeln wir die Initiative zu der neuen Standortinitiative nextMedia.Hamburg weiter, die künftig gemeinsam vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Verein Hamburg@work (e.V.) und weiteren interessierten Unternehmen getragen und gestaltet wird.

nextMedia.Hamburg soll nicht nur die digitale Transformation der Unternehmen und des Standorts begleiten, sondern die Spitzenposition Hamburgs als Medien- und Kreativstadt sichern und ausbauen. Dafür werden wir etablierte Unternehmen unterstützen und Neugründungen anstoßen. Wir wollen die lokalen Rahmenbedingungen für die Unternehmen spürbar verbessern, ihre Vernetzung intensivieren und gemeinsam an Strategien für ein digitales Ökosystem arbeiten. Gemeinsam können wir so nicht nur Arbeitsplätze sichern und schaffen, sondern zugleich auch das Fundament gesellschaftlich notwendiger digitaler Öffentlichkeit abstecken und festigen.