Im Spannungsfeld von Nutzerverhalten und Monetarisierung

Im Spannungsfeld von Nutzerverhalten und Monetarisierung

Dass hinter Crossmedia mehr steckt als nur bunte Kampagnen und große Werbespendings wird spätestens dann klar, wenn sich Marken und Werbetreibende Gedanken über die mittlerweile dutzendfach verschiedenen Ausspielungsplattformen machen müssen. Dieser und anderen Fragen ging der Next Media- Think Tank im Rahmen eines Vortrages von Q-Tom Managing Partner Oliver Koch nach.

Dass hinter Crossmedia mehr steckt als nur bunte Kampagnen und große Werbespendings wird spätestens dann klar, wenn sich Marken und Werbetreibende Gedanken über die mittlerweile dutzendfach verschiedenen Ausspielungsplattformen machen müssen. Dieser und anderen Fragen ging der Next Media- Think Tank im Rahmen eines Vortrages von Q-Tom Managing Partner Oliver Koch nach.

In der TV-Landschaft ist besonders viel crossmediale Bewegung zu beobachten. Der allgegenwärtige Second Screen - bestehend aus Smartphone, Tablet oder Laptop - ist mittlerweile in vielen Haushalten schon Realität geworden. Aber auch die Big Screens, die TV-Geräte, werden von den Herstellern aufgerüstet. 2012 gehörten schon 63 Prozent der Geräte zur Klasse der "Smart TV". Auch deshalb nimmt der lineare TV-Konsum - um 19 Uhr „heute“ oder um 20.15 Uhr die „Tagesschau“ - immer weiter ab. Die Durchdringung unseres Alltags mit mobilen (Internet-, IP-) basierten TV-Angeboten wie Q-Tom setzt Broadcaster gleich zweifach unter Druck: Zuschauer bleiben aus und auch die Werbespendings verschieben sich zunehmend Richtung Web und Mobile.

Auch wenn neue Angebote entstehen und ihre Communities begeistern - die Frage der Refinanzierbarkeit schwingt auch im Bewegtbildbereich immer mit. Koch setzt hierbei auf einen Dreiklang aus Advertising, Subscription-Modellen und B2B-Angebote an die Hersteller der TV-Geräte. Bisher haben die Hamburger damit großen Erfolg: Mit Ausnahme von Sony hosten alle Smart TV das Musikfernsehen, zudem ist man Marktführer im Mobile-Bereich und auch die lange Verweildauer auf den Q-Tom Angeboten in Web, Smart TV und Tablets stärken den Business Case.

Dennoch ist fraglich, ob sich dieses Crossmedia-Modell ohne großen Aufwand auch auf weitere Bereiche übertragen ließe. Zu stark variiert das Nutzungsverhalten von Angebot zu Angebot und auch bei der Monetarisierung ist noch kein Königsweg gefunden worden. Wohl auch deshalb wird der 30-sekündige TV-Spot trotz hoher Erstellungskosten eines der meistgenutzten Crossmedia-Elemente bleiben.

 

Bildnachweis Visual Recording: Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger