#Instagram #Snapchat #Journalismus – Eva Schulz im Interview

Von der jungen Journalistin/Bloggerin/Twitterin/... Eva Schulz hat sich nextMedia.Hamburg Sätze vervollständigen lassen - zu Snapchat, Instagram und dem Fernsehen.

Die meisten kennen Eva Schulz wohl aus dem Internet. Etwa durch die Sendung Klub Konkret, dem Livestream des VOCER Innovation Day 2015 oder von ihrem Hurra!-Blog. Ach ja: Außerdem hat das Medium Magazin sie bereits 2009 (!) zu den "Top 30 unter 30" gewählt.

Doch fernab des medialen Trubels wollten wir wissen: Wie denkt eine junge Journalistin/Bloggerin/Twitterin/... über die Mediengegenwart?

Für nextMedia.Hamburg hat Eva Schulz Sätze vervollständigt – zum Fernsehen, Instagram für Journalisten und Snapchat.

 

Wenn ich mir meine alten Klub Konkret-Folgen ansehe, möchte ich…
- keine einzige davon missen. (Nein, nicht mal die, in der ich eine Schnulzenversion von K.I.Z.s „Hurensohn“ eingesungen habe.) Reporterin in dieser Sendung zu sein bedeutete, in sehr kurzer Zeit sehr viele interessante Menschen zu treffen, fremde Orte zu besuchen und neue Dinge zu lernen ein Traumjob mit einem Traumteam. Ich hoffe sehr, dass wir den Klub in aktualisierter Form im neuen Jugendangebot von ARD und ZDF wiedersehen werden.
 
Fernsehen für junge Menschen zu machen sollte…
- einfacher und schneller gehen. Insbesondere das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland ist ein bürokratisches Ungetüm, in dem die Angst vor Misserfolg und Machtverlust, der Druck durch Quoten und Medienpolitik die Verantwortlichen daran hindern, mutige Entscheidungen zu treffen. Das ARD-ZDF-Jugendangebot ist eine Chance wahrscheinlich die letzte.
 
Es gibt da aber eine Sache, die ich bei dem Gerede über das Fernsehen der Zukunft nicht verstehe. Nämlich…
- warum viele seiner Macher meinen, YouTuber kopieren (oder gleich einkaufen) zu müssen. Innovation wäre, die neuen Kanäle auch neu zu interpretieren.

Instagram kann auch für Journalisten interessant sein, weil…
- man seine Geschichten damit nicht nur völlig neu erzählen, sondern auch an einem Ort platzieren kann, an dem der User davon tatsächlich noch überrascht wird. Zumindest geht es mir immer wieder so, seit ich @EverydayAfrica, @NewYorkerPhoto und @BBCnews folge.

Drei Dinge, die Journalisten von heute unbedingt beherzigen sollten, sind…
- Experimentierfreude, Emotionalität und Haltung.
 
Bei Snapchat bin ich übrigens, weil…
- es mir großen Spaß macht herauszufinden, wie man dort am besten Geschichten erzählen kann.
 
Ich folge bei Twitter gut 500 Accounts. Meine Auswahlkriterien dafür sind…
- Persönliche Bekanntschaft. Reizvolle Themen. Lustige Bios.
 
Hamburg ist bekannt für seine bunt gefächerte Startup-Szene. Wenn ich jetzt ein Startup gründen würde,…
- wäre meine erste Anschaffung eine Konfettischublade.



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