Was Instagram für Unternehmen attraktiv macht – Influencer tomtehh erklärt das Fotonetzwerk

Mehr Bilder von Tom "tomtehh" Merkel: https://instagram.com/tomtehh/

Tom Merkel, fotografiert von Anton Ahrens – http://www.antonahrens.de/

Als tomtehh kennen Tom Merkel mindestens 46.400 Instagrammer – denn so viele Abonnenten hat der Hamburger bei Instagram. Wer in seinem Kanal stöbert, entdeckt Hamburg, Berlin oder Lissabon aus ungewöhnlichen Perspektiven. Toms Erfolgsgeheimnis? „Community und Kontinuität“, so der 26-Jährige.

Dabei nutzt Tom das Fotonetzwerk nur privat, denn eigentlich setzt er bei Facebook Apps sowie Landingpages per HTML und CSS operativ um. Im Blog von nextMedia.Hamburg haben wir mit ihm aber über Instagram gesprochen: Über Vermarktungsagenturen und das Potenzial für Unternehmen, aber auch, wie man über 46.400 Abonnenten für seine Fotos begeistern kann.

Tom, du bist in einer Instagram-Vermarktungsagentur. Wie muss man sich das vorstellen: Wirst du dann gebeten, bestimmte Motive zu fotografieren oder bestimmte Produkte im Bild vorkommen zu lassen?
Bei der Agentur sind viele reichweitenstarke Instagrammer angemeldet, die Influencer genannt werden. Die Agentur hat Kontakte zu Marken, die auf Instagram entweder mit einem eigenen Account aktiv sind oder dort „nur“ ihren Namen bekannter machen möchten.
Im Profil der Influencer werden eigene Themengebiete gewählt, die zum Profil und den Fotos passen – bei mir sind es: Architektur und Design, Photography, Reisen. Hinzu gibt es die verschiedenen Kampagnen-Typen wie Storytelling, Product Placement oder Photo und Video Contest. Meistens kann das Motiv zum Thema passend selbst gemacht werden oder aber es geht darum ein Produkt authentisch in das Foto mit einfließen zu lassen.

Gibt es denn Aufträge, die du ablehnen würdest?
Es gibt immer wieder Anfragen, die absolut nicht zu mir und meinen Fotos passen – die ich dann auch ablehne. Wer meine Fotos kennt und den Stil schätzt, wird mit einer passenden Anfrage bei mir natürlich eher landen, als etwas das ich bisher nie fotografiert habe.

Wie beurteilst du Instagram generell für Unternehmen – ist die Plattform attraktiver als etwa Facebook oder Twitter?
Das kann man so pauschal gar nicht sagen, finde Ich. Unternehmen, die auch viel zu erzählen und zu zeigen haben, werden es sicher leicht haben, auch regelmäßig mit Postings auf den einzelnen Plattformen aktiv zu sein. Hinzu kommt bei Instagram eben, das es um schöne, authentische Fotos geht. Als Modedesigner, Reiseunternehmen oder Tourismusverband hat man dort eben mehr Chancen als ein Versicherungsvertreter. Außerdem sind die Reaktionen und Kommentare auf Instagram so hoch, das es auch gilt, dieses zu moderieren und Fragen zu beantworten – das kennen die meisten ja schon von Facebook :)

Vermehrt gibt es auch Photowalks oder Instameets, also Offline-Treffen für Instagrammer. Wie wichtig sind solche Treffen zum Netzwerken?
- Sehr, sehr wichtig. Meist passiert das erste „Kennenlernen“ online über Kommentare unter den Bildern, bis man sich das erste Mal bei einem Meet trifft. Gerade am letzten Wochenende war wieder World Wide Instameet, zu dem sich in Hamburg(#wwim12hh) über 100 Mitglieder der Community zum Fotografieren und Kennenlernen getroffen haben. Dabei passiert es immer wieder, dass sich meist monatelange gegenseitige Follower erkennen und ins Gespräch kommen.
Ich habe am Wochenende auch Insa kennengelernt und direkt ein Foto zum Hashtag-Projekt #todayimet gemacht.

Hast du einen Tipp, um – wie du – 46.400 Abonnenten zu bekommen?
Viel Zeit, Leidenschaft und Spaß in deine Fotos stecken. Das ist so mein Grundsatz.
Wer einen neuen Kanal eröffnet oder wiederbeleben will, muss auf sich aufmerksam machen. Dabei spielen gute Fotos und Kommentare eine große Rolle, um viele Menschen auf Instagram zu erreichen.
Die Community auf Instagram schreibt zu 95% positive Kommentare, deswegen sollten auch neue Accounts durch Kommentare unter Fotos, die ihnen gefallen, auf sich aufmerksam machen und auch anderen Accounts folgen.
Dazu kommen dann die eigenen Fotos die am besten regelmäßig erscheinen und einem groben Stil, einem Motiv oder einer bestimmten Bearbeitung folgen. Der Blick auf das eigene Profil lässt schnell beurteilen ob man bereits seinen Stil gefunden hat, und der vermeintlich neue Follower weiß, was er bekommt.

Noch mehr Bilder von Tom findet ihr natürlich bei Instagram.

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