Wenn Mitarbeiter zu Storytellern werden – #dasmitmedien auf der #NWX 18 von XING

Panel-Selfie: v.l.n.r. Dr. Lisa Wolter, Sabine Hockling, Anke Nehrenberg, Gero Hesse, Angelina Peipers

OTTO hat sie, TERRITORY hat sie und XING natürlich auch: Media Worker sind die Treiber der digitalen Medienwelt; sie sind die Geschichtenerzähler von heute. Wie der letzte Media Worker Report zeigt: Jeder sechste Medienschaffende arbeitet bereits außerhalb der traditionellen Medienwirtschaft. Ihre Skills sind überall gefragt, ob im Content Marketing, Employer Branding oder als Influencer. Inwiefern Media Worker als Storyteller in Unternehmen eingesetzt werden und welche Anforderungen an sie gestellt werden, diskutierten am 06. März Angelina Peipers (OTTO), Gero Hesse (TERRITORY EMBRACE), Dr. Lisa Wolter (HMS) und Sabine Hockling (Die Ratgeber) zusammen mit Anke Nehrenberg (Digital Media Women) auf der New Work Experience 2018 von XING in der Elbphilharmonie. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse des Panels für euch zusammengefasst.

Media Worker wanted! Unternehmen brauchen Storyteller

Media Worker werden als Storyteller für Unternehmen immer wichtiger – darüber waren sich unsere vier Experten auf dem Panel einig. Einen ausschlaggebenden Grund dafür sieht Gero Hesse, Geschäftsführer von TERRITORY EMBRACE, vor allem in der Vermittlung der kulturellen Identität und Sinnerfüllung. Anders als noch vor ein paar Jahren würden heute weniger Faktoren wie das Gehalt, sondern vor allem die Unternehmenskultur eine wichtige Rolle spielen, um Mitarbeiter zu gewinnen und diese zu halten. Auch hier zeigt der Media Worker Report: Für die Berufswahl sind nicht nur die reinen Job-Inhalte wichtig, sondern zum Beispiel auch die Attraktivität des Standorts. Laut Angelina Peipers (Referentin Personalmarketing, OTTO Group) müsse die Kommunikation dabei in erster Linie von den Mitarbeitern des Unternehmens stammen. Seit Jahren hätten Unternehmen selbst darüber gesprochen, was ihre Marke ausmacht – das sei heute nicht mehr glaubwürdig und zeitgemäß. Für Personaler bedeute dies: „Wir müssen versuchen, die Mitarbeiter zu Storytellern zu machen und nicht die Unternehmen“, so Peipers.

Welche Skills brauchen Mitarbeiter?

Die OTTO Group hat es bereits vorgemacht: Das Unternehmen bildet Mitarbeiter als Storyteller aus, die dann als Jobbotschafter einen Einblick in ihren Arbeitsalltag geben und im Employer Branding sowie im Recruiting-Prozess unterstützen. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg eines solchen Jobbotschafter-Programms sei dabei eine authentische Kommunikation. Laut Angelina Peipers müssen Unternehmen daher ihren Mitarbeitern den Freiraum geben, unkontrolliert kommunizieren zu können – nur so könne die Kommunikation glaubwürdig sein. Von der Idee, Botschafter im eigenen Unternehmen aufzubauen, ist auch Gero Hesse überzeugt. Jedoch könne nicht jeder Mitarbeiter die Eigenschaften eines geeigneten Storytellers mitbringen. Eine wichtige Voraussetzung sei zum Beispiel eine hohe Affinität gegenüber Kommunikationsplattformen und Social Media. Nach Meinung von Sabine Hockling (freie Journalistin & Gründerin „Die Ratgeber“) seien auch ein allgemeines Interesse an Technik, Neugier, Flexibilität und die Freude an Innovationen wichtige Skills eines Storytellers.

Anforderungen an Unternehmen

Der Erfolg für gutes Storytelling hängt jedoch auch stark mit den Gegebenheiten innerhalb eines Unternehmens zusammen. Neben der Anforderung, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Freiräume für eine ehrliche und damit glaubwürdige Kommunikation einräumen sollten, sei laut Dr. Lisa Wolter (Leitung Brand & Consumer Research, HMS) auch der Aufbau einer branchenübergreifenden internen Kompetenz von Vorteil. Ein vielversprechendes Mittel für erfolgreiches Storytelling sei in diesem Zusammenhang die Einbindung von Journalisten im Marketing. Dass dies bereits in der Praxis umgesetzt wird, zeigt auch der Media Worker Report: Der Anteil der Content-Experten in der Digitalwirtschaft ist bereits um 39 Prozent gestiegen.  Neben der internen Kommunikation könnten zudem auch externe Storyteller einen Mehrwert für Unternehmen bringen. Um ungewünschte Ergebnisse zu vermeiden, ist für Gero Hesse hierbei auch die Aufstellung einer zielführenden Strategie entscheidend, auf die man die interne und externe Kommunikation aufbaut. Sabine Hockling betont in diesem Kontext, dass Unternehmen aber auch erzählbare Stories brauchen, die die Kunden auch interessiert, um dann auf passende Storyteller zurückzugreifen, die die Stories verbreiten.

Ihr wollt mehr zum Thema  Media Worker und New Work erfahren? Unter www.dasmitmedien.de informieren wir über aktuelle Themen und Veranstaltungen rund um die Veränderungen der Medienbranche und ihre Media Worker.