Wrap-up-Event zum VR Prototyping Lab: Studierende zeigen Projekt-Ergebnisse

Eine Studentin vom Bauer Xcel Media-Team richtet den VR-Prototypen beim Wrap-up-Event für die Demo ein.

Mit einem Wrap-up Event ist das VR Prototyping Lab von nextMedia.Hamburg und nextReality.Hamburg im VR Transfercenter in der Hamburger Speicherstadt zu Ende gegangen. Dabei stellten die teilnehmenden Studierenden die Prototypen vor, die in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Bauer Xcel Media, SPIEGEL Verlag und FOODBOOM entstanden sind. Schon jetzt steht fest: Es wird nicht das letzte Prototyping Lab gewesen sein.

Das VR Prototyping Lab war ein voller Erfolg. In diesem Punkt waren sich alle Beteiligten schnell einig, nachdem die Studierenden der HAW Hamburg und Universität Hamburg beim Wrap-up-Event im VR Transfercenter erstmalig die Ergebnisse ihrer jeweiligen Projekte vorstellen durften. Ob eine Food-Applikation für das Smartphone, ein crossmediales Storytelling-Format zur Mondlandung oder ein VR-Ratgeber zum Thema DIY-Hausausbau und Inneneinrichtung – die fertiggestellten Prototypen überzeugten das Publikum nachhaltig und zeigten eindrucksvoll auf, was im Bereich Virtual Reality alles möglich ist.

Innovative Rezeptideen für jeden Kühlschrank


Der erste Prototyp, der vorgestellt wurde, kam vom „Team FOODBOOM“, das eine innovative App entwickelt hat, die bei der Verwertung von einzelnen Zutaten zu einem fertigen Gericht helfen soll. Agata Strausa und Xuan Linh Do von der HAW Hamburg sowie Victor Eckhardt von der Universität Hamburg gaben in ihrem Vortrag einen Einblick in den Schaffensprozess der Applikation, der den Studierenden von der Entwicklung der Idee über das Labeln der Objekte bis hin zum Trainieren des Programms, dem Überarbeiten des Interfaces und Ausfeilen des Useflows eine Menge abverlangt hatte. So standen zum Ende insgesamt 3500 Labels von 18 ausgewählten Zutaten und acht Fahrten in die Firmenzentrale zu Buche, die sinnbildlich für den Ehrgeiz stehen, mit dem die Studierenden das Projekt vorangetrieben hatten. Bei der anschließenden Live-Vorführung auf der Bühne konnten schließlich alle Funktionalitäten der Anwendung erfolgreich getestet werden.

Die Mondlandung als VR-Erlebnis

Einen etwas anderen Ansatz verfolgte das Projekt-Team des SPIEGEL, das anlässlich des fünfzigsten Jubiläums der Mondlandung ein informatives Virtual Reality-Erlebnis entwickelt hat. So konstruierten die Studierenden Anna-Lena Spleet, Fabian Meyer und Julian Kornacker eine VR-Anwendung, die auf echten NASA-Daten basiert und unerzählte Geschichten des Jahrhundertereignisses in den Mittelpunkt stellt. Aufgrund des Anspruchs auf historische Genauigkeit wurde gerade zu Beginn sehr viel Zeit in Recherchearbeiten investiert, wie die Studierenden im Zuge ihres Vortrags berichteten. Erst im Anschluss konnten Storyboard, Setting, Layout und Interaktionselemente konzipiert und ausgearbeitet werden. Als besonders herausfordernd stellte sich die Distributions- und Reichweiten-Frage dar. Gerade im VR-Bereich gäbe es noch so einige Nutzungshürden, die die Studierenden im Hinblick auf die Verwendung ihres Prototypen vermeiden mussten. So wurden Ideen immer wieder auf ihre Umsetzbarkeit überprüft, um die daraus resultierenden Maßnahmen in einem realistischen Rahmen zu halten. Das alles führte letztlich zu einer VR-Lösung, die man auch als 360-Grad-Video konsumieren kann. Wie das Ergebnis nun konkret aussieht, wird im Sommer dieses Jahres auf SPIEGEL ONLINE zu sehen sein.

Der virtuelle Traum vom Eigenheim


Sein Traumhaus mit eigenen Händen aufbauen und gestalten – virtuell und spielerisch. Das verspricht die VR-Anwendung des „Team Bauer Xcel Media“ um die Studierenden Lucie Kruse, Dennis Kahya und Martin Tege, die es ermöglicht, Häuser nach dem Prinzip eines DIY-Baukastens aufzubauen. Dabei ist die Anwendung so konzipiert, dass sie möglichst realistisch wirkt und neue Möglichkeiten bietet mit dem Content von Bauer in Interatkion zu treten. Der Optimalfall: Rund um den spielerischen Auf- und Ausbau des Hauses kann der User DIY-Projekte simulieren, um sie im echten Leben nachzubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, hatten sich die jungen Entwickler alle zwei Wochen mit den Unternehmensvertretern getroffen, um über weitere Tools und Optimierungen nachzudenken und diese in der Folge umzusetzen. So wurde der Prototyp Stück für Stück vorangebracht und unter anderem um interaktive Features wie integrierte Medien oder eine Spracherkennung ergänzt. Potentiell könnten in der Anwendung sogar ganze Themenwelten implementiert, Werbepartner platziert, Produkte in einen Warenkorb gelegt und per PayPal bezahlbar gemacht werden.

Diese vielfältigen und qualitativ hochwertigen Ergebnisse haben gezeigt, wieviel in nur 3 Monaten erreicht werden kann, wenn interdisziplinäre Teams motiviert zusammenarbeiten. Die verschiedenen Perspektiven von Studierenden und Unternehmen haben zu einem Wissensaustausch geführt, von dem alle noch lange profitieren werden.

Für alle Studierenden oder Unternehmen, die das Prototyping Lab verpasst haben: In Kürze folgt der Aufruf zur Bewerbung für das nächste Lab von nextMedia.Hamburg, denn wir haben Lust auf mehr!


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