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Umfrage zu Chatbot-Kontakt

Umfrage: Fast drei Viertel der User hatten noch keinen Chatbot-Kontakt

Repräsentative Umfrage der Standortinitiative nextMedia.Hamburg zu Chat-Robotern offenbart Vorbehalte

Hamburg, 30.11.2016 – Chatbots, also nicht-menschliche Gesprächspartner, sind eines der Trendthemen – und verbreiten sich seit diesem Jahr zunehmend, begründet durch neue technologische Angebote. Mittels Chats in Messengern sollen zunehmend News automatisch versendet oder Bestellungen beim Shopping aufgenommen werden. Eine aktuelle Umfrage zeigt nun: 71 Prozent der Befragten haben aktuell noch nicht mit einem Chatbot kommuniziert, bisher haben erst 16 Prozent die Technologie genutzt (13 Prozent: Weiß nicht). Die repräsentative Umfrage, die Statista für nextMedia.Hamburg durchgeführt hat, zeigt jedoch auch: Wer Chatbots genutzt hat, lobt die schnelle Interaktion.

 Chatbots werden als schnell und zielführender wahrgenommen

35 Prozent jener, die bereits mit einem Chatbot kommuniziert haben, bemerkten eine schnellere Interaktion, für 27 Prozent war die zielführendere Konversation ein Nutzungsvorteil (Mehrfachantwort möglich). Umfangreicher fanden Chatbot-Kommunikation nur 12 Prozent der Befragten, halb so viele (sechs Prozent) erklärten, unangenehme Themen unpersönlicher und damit in einer gefühlten Anonymität klären zu können, sei ein Nutzen. Mehr als jeder Dritte (34 Prozent) konnte jedoch keinen Vorteil in der Kommunikation mit Chatbots feststellen. Diese Antwortoption wählten mehr als doppelt so viele alte wie junge Chatbot-User: 22 Prozent der 18- bis 29-jährigen sahen keinen Mehrwert, bei den 50- bis 60-jährigen waren es 48 Prozent.

Chatbot-Erfahrungslose wollen keinen Chatbot-Kontakt

Doch könnten sich jene, die bisher noch keine Chatbots genutzt haben, generell die Nutzung vorstellen? Fast die Hälfte der Erfahrungslosen (46 Prozent) kann sich nicht vorstellen, dem digitalen Helfer Aufgaben zu übertragen. Jeweils 27 Prozent würden Chatbots eine Chance geben oder wissen es nicht.

„Wir beobachten, dass Nutzer sich vermehrt auf geschlossenen Plattformen wie Messengern aufhalten. Für die Medien- und Digitalwirtschaft wird es damit immer schwieriger, diese User zu erreichen. Mit Chatbots können Angebote einen Weg finden, auch dort stattzufinden“, meint May-Lena Bork, Digitalexpertin von nextMedia.Hamburg. „Medien können Chatbots etwa nutzen, um individualisierte Nachrichten auszuspielen und dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, einzelne Dinge genauer nachzufragen und so weitere Informationen dazu zu erhalten; E-Commerce-Anbieter wiederum, um Bestellungen automatisiert entgegenzunehmen. Chatbots sind also gerade dann einsetzbar, wenn es um einen individuellen, auf den Nutzer zugeschnittenen Service geht. Die Einsatzmöglichkeiten sind entsprechend vielfältig“, so May-Lena Bork weiter, die mit dem nextMedia.StartHub die Anlaufstelle der Initiative leitet.

Insgesamt erwarten die Befragten mehrheitlich, dass zukünftig Maschinen häufiger in der Medien- und Digitalindustrie eingesetzt werden – 57 Prozent zeigen sich davon überzeugt, nur 22 Prozent glauben dies nicht (21 Prozent: Weiß nicht).

 

Zur Umfrage: Statista befragte im Auftrag von nextMedia.Hamburg in einer repräsentativen Online-Befragung vom 30. August bis 5. September 2016 insgesamt 1000 Internetnutzer zwischen 18 und 60 Jahren in Deutschland.