MEDIA LIFT startet digital in die nächste Runde

So lief die erste Woche von Batch 2

Nach einem erfolgreichen ersten Durchgang im vergangenen Jahr fördern wir mit unserem Inkubator MEDIA LIFT nun schon zum zweiten Mal innovative Geschäftsideen aus den Bereichen Content und Technologie. Welche Teams sich mit welchen Ideen für die Teilnahme qualifizieren konnten und warum sie vor dem offiziellen Start erst noch aus einem Online-Escape-Room ausbrechen mussten, haben wir für euch in diesem Beitrag zusammengefasst.

Kreativ, innovativ und vor allem digital – so ist unser Inkubator MEDIA LIFT in seine zweite Ausgabe gestartet. Statt bei einer Kick-off-Veranstaltung in der Hamburger HafenCity und zu Workshops vor Ort, kamen die Teilnehmer*innen von Batch 2 online zusammen, um ihre Geschäftsideen vorzustellen und mit der Weiterentwicklung zu beginnen. Für die Ideenentwickler*innen ein Vorgeschmack auf die nächsten 17 Wochen, warten auf sie doch nicht nur eine finanzielle Unterstützung von bis zu 15.000 € pro Team, sondern auch individuelle Beratungs- und Mentoring-Angebote sowie professionelle Workshops und Coachings mit einer Reihe namhafter Mentor*innen. Sobald die Corona-Pandemie überstanden ist, erhalten die Teams zudem Zugang zu Arbeitsplätzen und Kreativräumen. Für die Übergangszeit bekommen sie das visuelle Kollaboration-Tool Miro gestellt, das kreative Remote-Arbeit ermöglicht.

Den Auftakt in 18 Wochen Inkubator machte jedoch ein Online-Escape-Game, das die Teilnehmer*innen gemeinsam in gemischten Teams absolvierten, um sich gegenseitig kennenzulernen und zu vernetzen. Dabei mussten sie knifflige multimediale Rätsel lösen, um den mysteriösen Fall eines verschwundenen Mädchens zu lösen.

Erst am Abend folgte schließlich der offizielle Inkubator-Auftakt, zu dem über 50 Teilnehmer*innen, Innovationstreiber*innen und Gründungsexpert*innen im digitalen Raum zusammenkamen und den Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft, und Nina Klaß, Leiterin von nextMedia.Hamburg, mit einem kurzen Intro eröffneten. Die gegenwärtige Corona-Krise habe einmal mehr verdeutlicht, dass es immer wieder neue Impulse und Innovationen von kreativen Ideenentwickler*innen brauche, um den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Medienlandschaft gerecht zu werden , so Nina Klaß zum Förderprogramm.

Ideenentwickler*innen wie Andrey Esaulov vom MEDIA LIFT-Alumnus BotTalk, der im letzten Jahr bei MEDIA LIFT teilnahm. Er gab im Anschluss an die Begrüßung einen Rückblick auf das vergangene Jahr, unterstrich die Bedeutung des Inkubators für die erfolgreiche Entwicklung des Hamburger Start-ups und schwor die neuen Teams auf spannende und vor allem lehrreiche Monate ein, die den Teilnehmer*innen jetzt bevorstünden.

Mit den fünf Teams ChefTreff, hoλos, musicube, Hello World und Invest it! Academy hat die Jury, bestehend aus Nina Klaß,  Britta Schewe, Michael Leitl, Mareike Birkhahn, Meinolf Ellers und Jens Unrau, wieder ein sehr diverses und spannendes Teilnehmer*innenfeld  zusammengestellt, das sich nun auf die Spuren von BotTalk und Co. macht. So bringt ChefTreff Studierende und Young Professionals mit Akteur*innen der Wirtschaft zusammen – analog in Form von Events und digital in Form einer Content-Plattform, die den Wissenstransfer und das Netzwerken auch online ermöglichen soll. hoλos hingegen hat es sich zum Ziel gemacht, digitale Außenwerbung attraktiver zu gestalten. Dafür hat das Team eine Technologie entwickelt, die es potenziellen Kund*innen ermöglicht, mit der angezeigten 3D-Werbung spielerisch zu interagieren. musicube, das dritte Team von Batch 2, entwickelt neuartige Musiksuchfunktionen für Unternehmen und Konsument*innen und integriert diese direkt in die Hörgewohnheiten der Nutzer*innen, während das Team von Hello World das eigene Umfeld mit Hilfe von Augmented Reality in den Sprachlernprozess integriert. Auf diese Weise soll das Lernen einer Sprache auch spielerisch und alltagstauglich möglich sein. Jungen Menschen kostenlose Bildung im Finanzbereich zu ermöglichen, ist die Mission der Invest it! Academy. Damit deckt das non-profit Start-up als letztes Team Themen wie Budgeting, den Unterschied zwischen Investieren und Spekulieren, Versicherungen und Altersvorsorge ab. Diese fünf Ideen gilt es nun in den nächsten Wochen auszubauen und zu einem tragfähigen Geschäftsmodell zu entwickeln.

Erste Schritte auf dem Weg dorthin haben die Teams bereits gemacht. Den Anfang machte ein Workshop mit Meinolf Ellers vom next media accelerator, der aktuelle Trends und Entwicklungen der Medienbranche aufzeigte, ehe sich die Teilnehmer*innen mit Wolfgang Wopperer und der von ihm mitentwickelten Product Field-Methode erstmals auch den eigenen Geschäftsideen widmeten. Bei diesem Prozess werden Stärken und Schwächen der Geschäftsmodelle herausgearbeitet und konkrete To-dos ermittelt, indem Informationen und Konzepte (auch digital) visualisiert werden. Für die Teilnehmer*innen eine tolle Möglichkeit, sich das große Ganze vor Augen zu führen, wie Lilly Wittrock und Jan Henri Kalinowski von ChefTreff betonten: „In den letzten Monaten haben wir sehr viel auf Mikroebene gearbeitet, haben aber ‚the bigger picture‘ nicht immer präsent gehabt. Wir fanden es total spannend, unser ‚Produkt‘ noch einmal allumfassend zu beleuchten.“

Darauf aufbauend zeigte Alessandro Brandolisio von Tools of Innovators mit einem Design Thinking Training auf, wie die Produkte und Services der fünf Start-up-Teams weiter ausgearbeitet, wie Kund*innenbedürfnisse ermittelt und mit welchen Methoden und Werkzeugen auf der Basis dieser Bedürfnisse passgenaue Lösungen entwickelt werden können. Brandolisio führte die Teilnehmer*innen online durch den gesamten Design Thinking Prozess – vom Verstehen der Kundenbedürfnisse bis zum Test eines ersten Prototyps und zeigte sich von der tollen Zusammenarbeit mit den Teams begeistert: „Die Teilnehmer waren sehr aktiv und sehr fit. Sie waren alle sympathisch, engagiert und konzentriert bei der Sache. Cool, dass wir auch auf Inhalte eingehen konnten, die mit ihrer Startup-Welt zu tun hatten. Wir konnten diskutieren, wie Design Thinking für die einzelnen Gründerideen anwendbar ist.“ Mohamad Hamed Jalalzada und Marie-Christine König von hoλos bestätigten diesen Eindruck auch von Teilnehmer*innenseite: „Die zwei Tage Workshop haben uns sehr weitergebracht. Mit Hilfe der kennengelernten Tools und Coaches haben wir unser Produkt in diesen zwei Tagen besser verstanden als in den letzten zwei Monaten Entwicklungszeit!“

Die Gründer*innen-Teams haben also bereits aus der ersten Inkubator-Woche sehr viel Positives und Lehrreiches ziehen können und werden diesen Weg auch in den nächsten Wochen weitergehen. Wir bleiben selbstverständlich dabei und informieren euch über alle Entwicklungen bei MEDIA LIFT. Ihr sucht jetzt schon weitere Informationen zum Programm? Wer ist als Mentor*in dabei und welche Phasen warten noch? Weiterführende Informationen zum Inkubator von nextMedia.Hamburg gibt es hier.

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