3 Fragen an unser Beiratsmitglied Agnes Chung

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"Für mich ist Hamburg der ideale Standort, um zu gründen."

Agnes Chung ist seit diesem Jahr Mitglied in unserem Beirat und mit ihrem Start-up musicube eine ehemalige Teilnehmerin unseres Inkuabtors Media Lift. Mit ihrem Co-Gründer David Hoga revolutioniert sie die Suche nach Musik. Gemeinsam haben sie eine KI-Suchmaschine entwickelt, die eine semantische Musiksuche ermöglicht, mit der sehr „menschliche“ und nahezu beliebige Suchanfragen beantwortet werden können. So werden zum Beispiel Funktionen wie „spiele schnellen Rock mit meinem Lieblingsschlagzeuger“ möglich. Im Interview mit uns spricht sie über aktuelle Herausforderungen der Branche, ihre Liebe zu Hamburg und über ihren Wunsch, sich bald wieder persönlich mit anderen Macher*innen der Stadt austauschen zu können. 

Was ist in deinen Augen aktuell eine der größten Herausforderungen der Branche und wie geht ihr bei musicube mit dieser um? Was ist eure Lösung?

Agnes: Die Musikbranche, wie auch die gesamte Kreativwirtschaft, durchlebt aktuell Pandemie-bedingt harte Zeiten. Die Branche, die zu einer der stärksten Volkswirtschaften der Welt zählt, ist darauf ausgelegt, Musik zu komponieren und zu produzieren, sie zu verkaufen und zuletzt auch aufzuführen. So rüttelt die Pandemie gerade an der gesamten Musik-Wertschöpfungskette, vom einzelnen Musiker bis hin zur Labelmanagerin, dem Roadie und der Eventplanerin. Und gefährdet dadurch auch die kulturelle Vielfalt, die insbesondere das Musikleben in Deutschland auszeichnet. Daher geht es nun darum, neue Lösungen zu finden, wie gerade unbekannte, junge Künstler*innen trotz Krise die Möglichkeit haben, Einnahmen zu generieren. Denn viele von ihnen nutzen diese Zwangspause kreativ, in dem sie Online-Konzerte streamen und neue Songs produzieren. Es wird darum gehen, neue Musik auffindbar zu machen und die Filterblasen zu sprengen, die uns bei der täglichen Musiksuche umgeben. Und hierbei kann musicube mit seinen Services gut unterstützen. 

Was macht Hamburg als Innovationsstandort für dich einzigartig?

Für mich ist Hamburg in vielerlei Hinsicht der ideale Standort, um zu gründen. Es gibt ein unglaubliches Netzwerk, jede Menge Medienunternehmen und Kreative, die den Willen haben, etwas in ihren Bereichen zu bewegen. Hamburg bietet zudem eine tolle Infrastruktur für junge Start-ups. Allein der bunte Strauß an Förderprogrammen, bei denen wir als Start-up teilnehmen durften, bietet ungemein viel Unterstützung und persönliches Engagement der Programmanbieter: Angefangen natürlich mit dem Media Lift von nextMedia.Hamburg und dem Accelerator vom nma, aber auch der InnoRampUp von IFB Innovationsstarter sind für den Einstieg und die Weiterentwicklung die idealen Partner. Gleichzeitig ist Hamburg auch in seiner Größe übersichtlich genug, dass das Netzwerk tatsächlich gelebt wird und sowohl die kleinen und großen Player direkt ansprechbar sind.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Hamburger Medien- und Digitalbranche zu vernetzen. An welcher Stelle fehlt euch gerade Innovationskraft? Wer aus unserem Netzwerk könnte helfen und sollte sich unbedingt bei euch melden?

In Sachen Vernetzung haben wir schon ein gutes Stück des Weges mit euch gemacht, aber wir sind natürlich noch längst nicht am Ziel. Gegründet kurz vor der Pandemie, fehlt uns der direkte Austausch mit anderen Start-ups, aber auch mit den Macher*innen dieser Stadt. Daher wünschen wir uns, soweit wieder möglich, Räume und Gelegenheiten, wo wir auf potenzielle Kunden treffen und uns untereinander austauschen können. Natürlich innerhalb der Branche, aber auch über den Tellerrand hinaus. Für ein Start-up wie unseres ist es extrem hilfreich, auf offene, gut vernetzte Menschen zu treffen, die uns auf der Zielgeraden begleiten. Expert*innen wie auch Brancheninsider*innen sind immer herzlich willkommen.

Du hast genau wie Agnes eine innovative Geschäftsidee an der Schnittstelle von Content & Tech? Dann bewirb dich jetzt noch bis zum 07.03.2021 bei unserem Inkubator Media Lift. Alle Infos findest du hier.

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