Neue Journalismusförderung des Bundes

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2,3 Millionen Euro für unabhängigen Journalismus

 „Ein unabhängiger Journalismus ist Pfeiler und Stütze der Demokratie. Gleichzeitig ist er zunehmend in Gefahr.“

– Staatsministerin Claudia Roth

Anfang August 2022 gab die Bundesregierung die Förderung von 10 Projekten zur strukturellen Stärkung des Journalismus bekannt. Unterstützt werden diese mit circa 2,3 Millionen Euro aus dem Etat für Kultur und Medien. 

Ziel der Förderung ist, die Relevanz von qualitativem Journalismus für die Demokratie und den damit verbundenen notwendigen Schutz von Journalist*innen und ihren Partner*innen zu unterstreichen.

Aus den über 30 Anträgen, die dem Förderaufruf gefolgt sind, wählte eine unabhängige Fachjury bestehend aus 7 Journalismusexpert*innen bereits Ende Mai die geförderten Projekte aus. 

Behandelte Themen der Projekte umfassen den Einsatz für eine freie, vielfältige Presse, die Förderung von Medienkompetenzen in der Bevölkerung, die Stärkung des lokalen oder gemeinnützigen Journalismus oder den Schutz von Medienschaffenden.

Unter den 10 Projekten sind auch einige aus Hamburg. Wir stellen sie euch vor:

Journalismus macht Schule

Der Verein „Journalismus macht Schule“ mit Sitz in Hamburg fördert die Medien-, Informations- und Nachrichtenkompetenzen von Schüler*innen in Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Journalist*innen in allen Bundesländern.

Dabei konzentriert sich JMS darauf, Unterrichtsmaterialien zusammenzustellen und zugänglich zu machen, sowie Besuche von Journalist*innen in Schulen zu vermitteln. Teil des Vereins sind Journalist*innen verschiedenster deutscher Pressemedien und Bildungsinstitutionen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, junge Menschen dazu zu befähigen, sich aufmerksam und souverän in der deutschen Demokratie zurechtzufinden und nach ihren Grundsätzen zu handeln.

Die Förderung der Bundesregierung stärkt den Ausbau und die Professionalisierung des Vereins.

Verein für Medien- und Journalismuskritik

Der Hamburger „Verein für Medien und Journalismuskritik“ setzt sich mit seinen Aktivitäten für einen kritischen Umgang mit digitalen Medien und News ein. Dabei legt der Verein großen Wert auf eine nachhaltige und widerstandsfähige digitale Transformation von Informations- und Kommunikationsmedien.

Es wurden bereits diverse Bildungsprogramme von dem Verein umgesetzt. Dazu gehören unter anderem das VOCER Institut für digitale Resilienz, welches Unternehmen mit Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich mediale Digitalisierung unterstützt, und der „#Netzwende Award“, der seit 2017 jährlich für innovativen und nachhaltigen Journalismus vergeben wird.

Mit einer Plattform für den Non-Profit-Journalismus, der NPJ.news, wird nun die Schaffung eines Online-Portals durch den Bund gefördert, das den gemeinnützigen Journalismus stärken soll. Die Gemeinnützigkeit ermöglicht es Journalist*innen Lücken in der Presselandschaft zu schließen, die bisher unbesetzt sind, weil sie sich als nicht wirtschaftlich hervorgetan haben.

Weitere Projekte in ganz Deutschland

Die Universität Hamburg wird mit dem Projekt „Sensible Recherchen und Quellenschutz – Digitale Sicherheit von Journalist*innen und ihren Informant*innen“ gefördert.

Darüber hinaus werden der Deutsche Presserat, die Deutsche Journalistenschule, das Netzwerk Recherche, die Neuen Deutschen Medienmacher*innen, Articlett, das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit und das Correctiv gefördert.

Weitere spannende Cases und Fakten rund um Digital Publishing in Hamburg findest du in unserem Branchenüberblick.

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