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Hilfe in Zeiten der Corona-Pandemie

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Hier gibt es Unterstützung für Medienschaffende

Abgesagte Veranstaltungen, leere Konferenzräume, sich wandelnde Geschäftsprozesse – die Verbreitung des neuartigen Coronavirus stellt auch die Medien- und Digitalwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind sowohl für Solo-Selbstständige als auch Unternehmen deutlich spürbar und gefährden mitunter ganze Existenzen. Was es jetzt zu beachten gilt und wo Betroffene Hilfe finden, zeigen wir euch in dieser Übersicht. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Die Webauftritte des Robert Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums sind erste Anlaufstellen, wenn es um Informationen zur Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und eine amtliche Risikobewertung geht. Darüber hinaus gibt es aber auch zahlreiche Informationsstellen, die explizite Auskünfte über die Auswirkungen auf die Kultur-, Kreativ- und Medienbranche geben und aufzeigen, wo Unternehmen und Solo-Selbständige jetzt Unterstützung erhalten. Angefangen von staatlicher Seite aus mit der Staatsministerin für Kultur und Medien, die bereits Hilfen für Betroffene angekündigt hat, und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien, die nicht nur online über Hilfsmaßnahmen für Hamburgs Kultur- und Kreativwirtschaft informiert und sondern auch schon erste Eckpunkte eines Schutzschirms für Corona-geschädigte Unternehmen und Institutionen vorgestellt hat. Diese und weitere Unterstützungsmaßnahmen wollen wir hier für euch sortieren und übersichtlich zusammenfassen:

 

Finanzielle Fördermöglichkeiten

 

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg): Über die IFB Hamburg werden verschiedene darlehensbasierte Förderprogramme für Unternehmensfinanzierungen angeboten. Einige Förderungen können auch zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden, die aufgrund von Umsatzausfällen von Unternehmen wegen des Corona-Virus entstehen. Für kleine und mittelgroße Unternehmen stehen hier z.B. die Förderprogramme „Hamburg-Kredit Gründung und Nachfolge“ und „Hamburg-Kredit Wachstum“ zur Verfügung. Ab sofort findet sich dort auch das Online-Antragsformular für die Hamburger Corona Soforthilfe.

BürgschaftsGemeinschaft Hamburg: Sollten für Unternehmen, zur Überbrückung der „Corona-Krise“, Kredite notwendig werden, kann die BG Hamburg diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung ermöglichen. Die BG-Hamburg unterstützt Finanzierungen mit Bürgschaften in Höhe von bis zu 2,5 Millionen Euro.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe stehen zur Deckung von kurzfristigem Liquiditätsbedarf bereits etablierte Förderinstrumente der KfW wie der „ERP-Gründerkredit“ oder der „KfW-Unternehmerkredit“ zur Betriebsmittelfinanzierung zur Verfügung.

PwC: Welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Start-ups und kleine und mittelständische Unternehmen? Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hat eine Übersicht der derzeit angebotenen Unterstützungen seitens Banken, Staat und Krankenkassen anschaulich zusammengestellt.

Rudolf Augstein Stiftung: Die aktuelle Lage des sich ausbreitenden Coronavirus hat die Rudolf Augstein Stiftung dazu veranlasst, Fördermaßnahmen kurzfristig anzupassen. Gemeinsam mit weiteren Stiftungen erarbeitet die Organisation aktuell das Konzept für einen Nothilfefonds. Ziel ist, Künstler*innen und Kulturschaffende zeitnah und unbürokratisch zu unterstützen. Über das geplante Angebot informiert die Stiftung schnellstmöglich auf der Website.

Startnext: In Zeiten der Krise kann auch Crowdfunding zur Alternative werden. Mit einer Corona Hilfsaktion will Startnext allen Starter*innen, die durch den Shutdown direkt betroffen sind, helfen. Dafür hat die Online-Plattform die Richtlinien für Crowdfunding Hilfsprojekte vereinfacht. Konkret heißt das: Kein Alles-oder-Nichts-Prinzip mehr, keine Transaktionsgebühren, jedes Projekt kann jeden eingezahlten Euro ausgezahlt bekommen.

Bundesagentur für Arbeit: Sollten Arbeitsausfälle durch das Coronavirus mit einem Entgeltausfall verbunden sein, ist ein Ausgleich mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes möglich. Allgemeine Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld gibt es hier. Für Selbstständige kann zudem die Grundsicherung eine Möglichkeit sein, um sich kurzfristig finanziell abzusichern und Verdienstausfälle zumindest teilweise aufzufangen.

In der Förderdatenbank des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kann darüber hinaus nach weiterer finanzieller Unterstützung, nach passenden Ansprechpartnern oder weiterführenden Informationen gesucht werden.

Ebenso lohnt es sich, steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter zu nutzen, beispielsweise die Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag, Stundung fälliger Steuerzahlungen, Erlass von Säumniszuschlägen, Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen. Ansprechpartner ist das jeweils zuständige Finanzamt.

Selbständig in der Künstlersozialversicherung versicherte Künstlerinnen und Künstler sollten jetzt, wenn sie absehen können, dass sie das im Voraus gemeldete Einkommen nicht erreichen, direkt eine neue Einkommensschätzung an die Künstlersozialkasse senden. Die Künstlersozialkasse hält hierfür eine Reihe an Formularen bereit.

 

 

Hilfreiche Tipps

 

Deutscher Industrie- und Handelskammertag: Wie stelle ich einen betrieblichen Pandemieplan auf? Wo gibt es aktuelle Infos? Ein Mitarbeiter ist infiziert – was tun? Wie kann mein Unternehmen die Krise überleben? Wie bekomme ich Ersatz für Ausfälle? Der DIHK hat hilfreiche Links und Tipps für Unternehmen in einer FAQ-Liste zusammengestellt.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: Um Arbeitgeber bei der Vorbereitung ihres Unternehmens auf eine Pandemie zu unterstützen, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gemeinsam mit dem Verband der Betriebs- und Werksärzte (VDBW) und dem Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI) die Broschüre „10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung“ veröffentlicht. Knapp und übersichtlich informieren die drei Verbände darin über organisatorische Schutzmaßnahmen.

KREATIVE DEUTSCHLAND: In einer Pressemitteilung der Kreative Deutschland, einem bundesweiten Zusammenschluss von lokalen und regionalen Kultur- und Kreativwirtschaftsnetzwerken, werden Maßnahmen aufgelistet, die sich eignen, um wirtschaftliche Auswirkungen abzumildern.

FIRMENHILFE: Der Podcast KriseChance der FIRMENHILFE liefert Wissen und aktuelle Informationen rund um die COVID19-Verbreitung, motiviert mit Ideen und Praxisbeispielen und ist akustischer Sparringspartner für alle Krisengebeutelten.

The International News Media Association (INMA): Die INMA ist ohnehin für ihre Best Practice Vorstellungen bekannt und zeigt auch in Zeiten der Corona-Krise, wie News-Publisher*innen auf COVID 19 reagieren sollten.

World Association for News Publisher: WAN-IFRA startet eine Reihe von Webinaren, die dazu beitragen sollen, die weltweiten Bemühungen der Nachrichtenverleger im Kampf gegen Coronavirus zu beschleunigen, zu unterstützen und zu koordinieren.

Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: Welche Möglichkeiten haben Produzent*innen, wenn Dreharbeiten zwangsweise unterbrochen werden und finanzielle Nachteile drohen? Und was macht man im Falle einer Erkrankung am Set?  Die Hamburger Kanzlei „Von Have Fey“ hat einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog im Hinblick auf arbeitsrechtliche Fragestellungen für die Corona-Krise zusammengestellt. 

2gather.jetzt: Die Plattform richtet sich an kleine Unternehmen und Freiberufler*innen und bietet einen digitalen Raum für Ideen, mit denen die Krise gemeinsam überstanden werden soll. Ganz egal ob Crowdfunding, Petitionen, Online-Aktionen oder der einfache Austausch von Informationen.

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Von Corona betroffen ist in besonderer Weise das Arbeitsleben. Die BDA hat für den Umgang mit Corona schon im Januar einen Leitfaden entwickelt und stellt auf dieser Seite alle wichtigen Informationen zur Verfügung.

Verband der Zeitschriftenverlage in Nordrhein-Westfalen: Auch der VZVNRW beschreibt die aktuelle COVID-Situation aus arbeitsrechtlicher Sicht.

 

Natürlich gilt: Wir bleiben auch in der aktuellen Situation Ansprechpartner für die Hamburger Medien- und Digitalszene und setzen alles daran, aktuelle Herausforderungen gemeinsam mit euch zu meistern. Ruft uns bei drängenden Fragen an, wir helfen gerne. Für Kreativschaffende bietet die Hamburg Kreativ Gesellschaft zudem eine von Montag bis Freitag besetzte Telefon-Hotline an.

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