Das Greenhouse Innovation Lab von Gruner + Jahr wird die zweite Station beim diesjährigen Media Innovation Buzz sein.

Media Innovation Buzz: Tim Adler stellt Greenhouse von G+J vor

„Das Greenhouse lebt vom Gedanken 'einfach mal ausprobieren' und Ideen auf der grünen Wiese testen“

Am 28. November rollt der Media Innovation Buzz wieder durch Hamburg. Eine der diesjährigen Stationen: Das Greenhouse Innovation Lab, digitales Ideenlabor von Gruner + Jahr, das aufzeigen wird, vor welchen Herausforderungen die Umsetzung neuer Ideen in großen Unternehmen stehen, wie man ihnen begegnet und „warum VR-Brillen und Tischkicker dabei gerade keine große Rolle spielen“. Wir haben uns im Vorfeld der Innovationstour mit Tim Adler, Geschäftsführer des Greenhouse Innovation Lab, über Erfolgsfaktoren von Gründungsideen, die Rolle des Greenhouse Innovation Labs im Mutterkonzern und den bevorstehenden Media Innovation Buzz unterhalten.

Seit 2015 testet das Greenhouse Innovation Lab nun schon neue Geschäftsideen auf Machbarkeit und Erfolg. Was muss eine Idee mitbringen, damit ihr auf dem Markt gute Chancen eingeräumt werden?

Wir konzentrieren uns auf Ideen, die einen Mehrwert für die ganze Organisation bieten und die in das Portfolio von Gruner + Jahr und der Mediengruppe RTL passen. Ideen sollten bereits vorhandene Ressourcen nutzen, um erfolgreicher zu sein, als wenn man einfach bei Null starten würde. Am Ende geht es darum, Neugeschäft zu generieren. Das trauen wir nur Ideen zu, die wir vorher erfolgreich als Prototyp getestet haben.

Für nachhaltigen Erfolg braucht es allerdings mehr als nur eine gute Idee, das passende Geschäftsmodell spielt eine entscheidende Rolle. Wie finde ich heraus, welches Geschäftsmodell zu meiner Idee passt?

Zu einer guten Idee gehört immer auch ein Geschäftsmodell. Das muss noch nicht bis ins letzte Detail durchdacht sein, aber eine grobe Vorstellung sollte man schon haben. Das gilt auch für die Arbeit bei uns im Greenhouse. Bei unseren Projekten hat sich das Business Model Canvas bewährt.  Zu Beginn eines Projekts befüllen wir einen Canvas mit Hypothesen, die den Fokus auf User und Value Proposition haben. Im Laufe unserer Recherchearbeit werden die Hypothesen dann überprüft und verfeinert. Aus diesen Erkenntnissen leiten wir Prototypen ab und testen sie – das gilt insbesondere auch für das Geschäftsmodell. Welches Geschäftsmodell das richtige ist, zeigen uns dann die erhobenen und validierten Daten.

Eva Messerschmidt (links) und Tim Adler (rechts) leiten das Greenhouse Innovation Lab von G+J und der Mediengruppe RTL.
Eva Messerschmidt (links) und Tim Adler (rechts) leiten das Greenhouse Innovation Lab von G+J und der Mediengruppe RTL.

Immer mehr Unternehmen setzen auf eigene Innovationseinheiten, stellen Innovationsmanager ein, die sich tagtäglich mit neuen Ideen und Konzepten beschäftigen. Warum sind Innovationsabteilungen in Traditionsunternehmen wie Gruner + Jahr und der Mediengruppe RTL so wichtig und wie würden Sie die Rolle des Greenhouse Innovation Labs innerhalb Ihres Unternehmens beschreiben?

Viele Unternehmen assoziieren neue Ideen mit großen Investitionen. Doch so kommt vieles gar nicht erst ins Rollen. Das Greenhouse lebt vom Gedanken ‚einfach mal ausprobieren‘ und Ideen auf der grünen Wiese testen. Das ist auch einer der Gründe, weshalb wir unser eigenes Büro im Schanzenviertel haben. Durch die räumliche Trennung können wir agiler arbeiten und viele Ideen in kurzer Zeit testen. Gleichzeitig sind die Kolleginnen und Kollegen im Hauptgebäude von G+J nur einen Katzensprung entfernt. Seit Oktober haben wir die Mediengruppe RTL als Partner an Board. Dadurch eröffnen sich für uns nochmal ganz neue Möglichkeiten, Ideen groß zu denken.

Am 28. November findet der Media Innovation Buzz statt, bei dem auch das Greenhouse Innovation Lab einen gastgebenden Part übernehmen wird. Bei Ihrer Station soll es darum gehen, wie große Unternehmen Innovation fördern können.  Ohne zu viel vorweg zu nehmen: Was ist dafür wichtig?

Neue Ideen haben es in großen Unternehmen häufig schwerer als in agilen Start-ups oder in Innovationslaboren wie dem Greenhouse. Das liegt daran, dass sie auf Effizienz eines etablierten Geschäftsmodells optimiert sind und weniger für das Ausprobieren von Neuem und Unbekanntem. Für Gruner + Jahr war die Gründung des Greenhouse Innovation Labs ein ganz wichtiger Schritt, um das Innovationstempo zu erhöhen und neuen Ideen den Raum zu geben, den sie brauchen.

Warum sollte sich der Media Worker-Nachwuchs den Halt beim Greenhouse Innovation Lab auf keinen Fall entgehen lassen?

Im Greenhouse werden wir an diesem Tag Einblick in unsere etablierten Arbeitsweisen für die Validierung und das Testen von neuen Geschäftsideen geben, aber auch zeigen, welche Einstiegsmöglichkeiten es für Studierende bei Gruner + Jahr gibt. Wer sich für Innovationen in den Bereichen Journalismus, Tech und Werbung interessiert oder über einen Einstieg beim größten Premium-Magazinverlag Europas nachdenkt, ist bei uns auf jeden Fall richtig.

Ihr wollt am 28.11. beim Media Innovation Buzz dabei sein und den Besuch beim Greenhouse Innovation Lab auf keinen Fall verpassen? Hier könnt ihr euch noch bis Sonntag (24.11.) bewerben.

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on print
Weitere Artikel
Um diese Zusammenarbeit gleich in die richtigen Bahnen zu lenken und mit einem gemeinsamen Grundverständnis zu beginnen, startete das Prototyping Lab mit einem Design-Sprint.

Prototyping Lab geht in die zweite Runde

Das zweite Prototyping Lab ist mit einem Design-Sprint im Coworking Space finhaven gestartet. Das Projekt bringt auch in diesem Jahr Studierende verschiedener Hochschulen mit renommierten Hamburger Medienhäusern zusammen, um gemeinsam mit neuen Technologien zu experimentieren. Zum Auftakt erarbeiteten die neuen Teams erste Entwicklungsansätze für ihre Prototypen.

Mehr lesen
Das etwas andere mobile Büro: Contentflow-Mitgründer Gregor Landwehr auf der Kirmes. Fotocredit: Julia Kneuse

Gregor Landwehr über das Erfolgsrezept von Contentflow

Kurz vor dem Graduation Pitch bei unserem Inkubator haben wir uns mit MEDIA LIFT-Mentor und contentflow-Gründer Gregor Landwehr darüber unterhalten, wie sein Jungunternehmen zum Start-up-Wunderkind avancierte, welche Rolle dabei der next media accelerator hatte und worauf es bei der Verwirklichung von Gechäftsideen ankommt.

Mehr lesen
Maschine, Mensch, Meinung - Prof. Dr. Andreas Moring zeigt die Potenziale von Künstlicher Intelligenz auf.

Predictive Analytics in Journalismus und Publishing

Journalist*innen und Medienmacher*innen können mit Hilfe Künstlicher Intelligenz deutlich mehr über morgen und übermorgen wissen und berichten, als noch vor wenigen Jahren. Das liegt an schier unendlichen Mengen an Daten und an Methoden und Instrumenten, diese auch auszuwerten. Das Ganze nennt sich „Predictive Analytics“ und bietet Potenzial und Chancen auf vielen Ebenen. Andreas Moring zeigt, wie es geht.

Mehr lesen
X