Was bei BotTalk, WUNDERPARC und Co. zuletzt alles passiert ist, verraten wir euch in diesem MEDIA LIFT Update.

Was wurde eigentlich aus …?

Ein Update zu den Teilnehmer*innen unserer ersten Inkubator-Runde

Der Graduation Pitch im Oktober vergangenen Jahres bedeutete für die MEDIA LIFT Teams von Batch 1 nicht nur das Ende einer sehr aufregenden und lehrreichen Zeit, sondern gleichzeitig auch den Startschuss für ein neues Kapitel. So machten die Teams in den vergangenen Monaten ihre ersten Schritte außerhalb des geschützten Inkubator-Raums und hatten dabei jederzeit ein klares Ziel vor Augen: durchstarten! Was bei BotTalk, WUNDERPARC und Co. zuletzt alles passiert ist, verraten wir euch in diesem MEDIA LIFT Update.

Vor exakt 134 Tagen präsentierte Batch 1 des MEDIA LIFT, bestehend aus BotTalk, Female Leadership Academy, WUNDERPARC, Wallie., Space Walk und News Seam, seine innovativen Geschäftsideen einem Publikum aus Start-ups, Investor*innen, Förderer*innen und Akteur*innen aus der Hamburger Medien- und Digitalbranche. Die Präsentierenden sorgten beim Graduation Pitch auf der Hamburger Sternschanze mit ihren Vorträgen für einen großartigen Abschluss der ersten Inkubator-Runde und demonstrierten das enorme Geschäftspotential ihrer Konzepte.

Doch wie haben sich die Geschäftsideen seitdem weiterentwickelt? Was hat sich in den Monaten rund um den Jahreswechsel getan? Welche Milestones konnten in dieser Zeit erreicht werden? Wir haben bei den Teams nachgehakt.

BotTalk

„Als wir das erste Mal im verregneten Hamburger Oberhafen ankamen und dort unseren ersten Pitch hielten, hätten wir das, was noch alles folgen sollte, niemals erwartet.“ Keine Frage: Der Inkubator hat das Berufsleben von Andrey Esaulov und Kirill Kholodilin, Gründer des MEDIA LIFT Alumnus BotTalk, gehörig auf den Kopf gestellt. Wo am Anfang eine pfiffige Idee für die intelligente Nutzung von Smartspeakern war, ist heute ein Start-up, das sich das Ziel gesetzt hat, „die News-Realität zu verändern“. Denn die Idee der beiden soll es Publishern ermöglichen, Content und digitale Produkte auch via Sprachanwendungen zu streuen. 

War der erste Ansatz noch, sich dabei einzig und allein auf Smartspeaker zu konzentrieren, wurde diese Vorgehensweise im Rahmen des Inkubators überdacht. So reifte vor allem in den MEDIA LIFT Monaten die Erkenntnis, dass Publisher, auf die BotTalk bei der Content-Produktion angewiesen ist, in erster Linie ihre eigenen Kanäle stärken wollen. Aus diesem Grund modifizierten die beiden Ideenentwickler ihre Anwendung – mit Erfolg. Das BotTalk-Tool, das auf den Publisher-Seiten selbst eingebettet wird und Nachrichten via Voice konsumierbar macht, kommt richtig gut an, sowohl bei Kund*innen als auch bei User*innen. Mit dem Hamburger Abendblatt, der Schwäbischen Zeitung und der Mittelbayerischen Zeitung konnten gleich drei namhafte „testing costumers“ gewonnen werden, die einen entsprechenden Play-Button in ihre Texte integrierten. Ein Testballon, der zu beeindruckenden Zahlen führte: So ist die Nutzung der Audio-Angebote äußerst beliebt, die Dateien werden von 60 % der Nutzer*innen bis zum Ende angehört. Das Produkt scheint also alle Erwartungen zu erfüllen. Der Fokus liegt daher auch zurzeit auf der Investoren-Suche, mit deren Unterstützung das Team weiter wachsen soll, vielleicht bald auch international. So lautet jedenfalls das ehrgeizige Ziel der BotTalk-Gründer.

Female Leadership Academy

Für die Female Leadership Academy war die Zeit nach MEDIA LIFT ebenfalls von jeder Menge erfreulichen Meldungen geprägt. So schaffte es der wöchentliche Female Leadership Podcast mehrfach in die Top 5 der Wirtschafts-Charts und in die Top 3 Karriere-Charts bei iTunes, am 12. Februar wurde der beliebte Podcast sogar erstmals als Live-Webinar mit Vera Strauch ausgestrahlt. Das Start-up um Vera Strauch kann außerdem auf ein sehr erfolgreiches Female Leadership Programm zurückblicken, das im Januar stattfand und von den Teilnehmer*innen sehr positiv aufgenommen wurde. Diese erfreulichen Zahlen und Fakten rund um die Academy werden durch das starke Wachstum der Female Leadership Meet-ups untermauert. Die kostenfreien Netzwerktreffen, bei denen die Female Leadership Academy als Sponsor und Dach der Veranstaltungen auftritt, bringen regelmäßig bis zu 20 Personen zusammen und werden von Frauen für Frauen ehrenamtlich an vielen Orten in Deutschland und Österreich organisiert.

Keine Frage: Für Vera Strauch und Co. läuft es derzeit richtig rund. Doch darauf will man sich bei der Academy nicht ausruhen: Ganz neu im Angebot ist daher ein Kompaktkurs zum Selbstmanagement, der aufzeigen soll, wie man einen Überblick über anstehende Themen und To-Dos bekommt und sich auf diese Weise Freiräume für wirklich wichtige Dinge schafft. Nebenbei werden aber selbstverständlich auch bereits etablierte Angebote weitergedacht. So läuft auch schon die Anmeldephase für die nächste Female Leadership Academy mit Start am 27. April.

WUNDERPARC

WUNDERPARC dagegen hatte die letzten Wochen nach außen hin weniger zu berichten, lag der Fokus des Teams zuletzt doch ganz klar auf der In-House-Optimierung des eigenen Produktes. Und das obwohl die von WUNDERPARC entwickelte Künstliche Intelligenz bereits heute einzig und allein auf Grundlage eines zweidimensionalen Bildes sehr präzise und detailgetreue 3D-Landschaften generieren kann.

Vor allem die visuelle Vorführung der Technologie fasziniert immer wieder, weshalb der beeindruckende Case auch gerne auf Konferenzen und bei Panels vorgestellt wird. So nahm Co-Founder und Managing Director Martin Jann neben einem Vortrag bei der Hamburg Open, der viel zum Thema Künstliche Intelligenz und Filmproduktion allgemein erzählte, auch beim nextMedia.Hamburg-Panel auf der Social Media Week teil, das sich mit der Frage beschäftigte, inwieweit KI der Content- und Techbranche zu neuen Geschäftsmodellen verhelfen kann. Eine gute Möglichkeit, das eigene Produkt vorzustellen und ins Gespräch mit Kolleg*innen und Interessierten zu kommen. Das große Highlight des Frühjahres wartet jedoch noch auf WUNDERPARC: Vom 16. bis 20. März plant das Team bei der Games Developer Conference in San Francisco dabei zu sein, sofern die Corona-Epidemie nicht doch noch zur Absage von einer der größten Messen rund um Gaming, Entwickler und Publisher führen sollte. Daumen drücken ist angesagt.

Wallie.

Ebenfalls bei der Social Media Week zugegen waren Lars Kuhnert und Niels Kamps von Wallie., die in einer Masterclass ihr leicht angepasstes Wallet-Marketing-Konzept vorstellten. Die beiden Start-up-Gründer haben sich in den letzten Wochen vor allem auf die Digitalisierung von Mitglieds- und Personenkarten spezialisiert, die Vorteile und Nutzen für Unternehmen schneller greifbar und die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten einfacher steuerbar machen sollen. Neben der strategischen Neuausrichtung hat Wallie. auch die Programmierung der Anwendungsschnittstelle abschließen können, sodass nun die Möglichkeit besteht, komplette Workflows von Input über Erstellung und Kommunikation bis hin zu Reporting anzubieten und das ebenfalls mit dem für Google Pay benötigten GRPC Protokoll. An der Entwicklung von Self-Service Möglichkeiten für Kund*innen wird derweil gearbeitet: Das Ziel ist, eine einfach zu bespielende Oberfläche zu generieren, mit der sich bestehende Kampagnen und Pässe updaten und neue Informationen ausspielen lassen.

Von der Kund*innenfront gibt es ansonsten durchweg positive Rückmeldungen: Die Zusammenarbeit mit einem Österreichischen Versicherer läuft gut und wird positiv angenommen und auch an weiteren Projekten wird mit Hochdruck gearbeitet, unter anderem an einem Pass für ein Energieunternehmen, um alle Kund*innendaten, Termine und notwendige Kommunikation an einem Ort zu bündeln. Das Ziel hier ist eine Verlängerung in ein Treueprogramm mit verschiedenen regionalen Partnern. Zudem arbeitet Wallie. derzeit an einem Treuepass für einen Retailer im Endkonsument*innenbereich. 

Space Walk

Viel getan hat sich seit Ende des Inkubators auch bei Space Walk. Seit dem 01. Januar arbeitet das Team um Dr. Eike Langbehn, Dennis Briddigkeit und Hannah Paulmann in Vollzeit in eigenen Büroräumen und profitiert dabei vom Gründerstipendium EXIST, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und dem Europäischen Sozialfond (ESF) der EU zur Verfügung gestellt wird. Mithilfe einer weiteren Förderung von Hamburg Innovation konnten außerdem notwendige Sachmittel angeschafft und drei Werksstudent*innen eingestellt werden, die bei der Programmierung unterstützen und das Team auf insgesamt 6 Personen haben anwachsen lassen. Schon in wenigen Wochen dürfte ein Prototyp als Endprodukt dieses Entwicklungsprozesses stehen, der dann mit ausgewählten Partnern und Kund*innen in eine dedizierte Testphase startet und die Redirected Walking Technologie in der Praxis ausprobiert.

Neben der Prototyp-Entwicklung bereitet das Team darüber hinaus die Gründung einer Kapitalgesellschaft unter dem Namen „Curvature Games GmbH“ vor, um auch unternehmerisch voll durchzustarten. Die Vorzeichen könnten dabei gar nicht besser sein: Bereits im November 2019 hatte das dreiköpfige Team den Preis „Best Innovation“ des Hamburger XR Branchenverbands nextReality.Hamburg gewonnen und als innovatives Projekt überzeugt. Auch beim Aura Award, der seit 2018 jährlich im Europapark in Rust vergeben wird, konnte sich das Team aus über 120 Bewerbern einen Platz unter den letzten 10 Finalisten sichern – neben Branchengrößen wie zum Beipsiel Hologate, die aktuell in Deutschland zu den Marktführern im Bereich VR Entertainment zählen.

News Seam

Das Team News Seam strebt einen ähnlichen Werdegang an, wenn auch in einem anderen Geschäftsbereich. Wie auch SPACE WALK hofft News Seam auf eine EXIST-Förderung, um schon bald die nächsten Entwicklungsschritte gehen zu können. So lange konzentrieren sich die Gründer derzeit vor allem darauf, die Technik weiter zu verbessern und wenden in diesem Prozess ein Learning an, das sie während des Inkubators machen durften: Das Prinzip des Easy Testings, das besagt, dass alle Fortschritte direkt mit Kontakten getestet und validiert werden sollten.

Dass die Idee von News Seam, automatisierte Zeitleisten zu einzelnen Themen zu erstellen und Leser*innen damit ganzheitliche Informationen zu komplexen Themen anzubieten, weiterhin viel Potenzial birgt, zeigt die Nominierung für die Shortlist des Wolfgang Heilmann Preis der Integrata-Stiftung. Der Preis der Universität Tübingen prämiert Projekte, die sich getreu dem Motto „Bildung für KI – Bildung mit KI“ für eine humane Nutzung der Informationstechnologie einsetzen und herausragende Vorschläge zur Verbesserung des Computereinsatzes in unserer Gesellschaft unterbreiten.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich alle MEDIA LIFT Alumni auf einem sehr guten Weg befinden, ihre eigenen Geschäftsideen umzusetzen, und von der Teilnahme am Inkubator von nextMedia.Hamburg sehr profitieren konnten. Diverse weiterführende Förderprogramme ermöglichen es den Teilnehmer*innen von Batch 1 nun auch weiterhin mit der Unterstützung von Expert*innen zu agieren und von den Synergien des Gründerstandorts Hamburg zu profitieren.

Ihr wollt einen ähnlichen Weg wie unsere Alumni gehen und eure Idee zu einem vielversprechenden Geschäftsmodell entwickeln? Dann heißt es jetzt schnell sein. Die Bewerbungsphase für Batch 2 unseres Inkubators MEDIA LIFT endet bereits am Sonntag, den 08. März. Zur Bewerbung geht es hier.

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