Content meets Health: Zukunftsforschung wichtiger denn je

Content Foresight geht in die nächste Runde

Im Rahmen des Programms Content Foresight blicken wir zusammen mit Innovationstreiber*innen der Branche in die Zukunft der Mediennutzung an der Schnittstelle zu anderen Themenfeldern. Nach dem Schwerpunkt Mobilität im vergangenen Jahr, widmen wir uns 2020 der Gesundheitsbranche. Mit dem Ziel, aktiv mitzugestalten und innovative Geschäftsmodelle auf den Weg zu bringen, möchten wir gemeinsam mit Health- und Medienunternehmen untersuchen, wie sich Produktion und Rezeption von Content rund um das Thema Gesundheit in Zukunft verändern.

Im August startet unser Innovationsprogramm „Content Foresight“, ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Cross Innovation Hub der Hamburg Kreativ Gesellschaft, in die zweite Runde. Interdisziplinär und mithilfe bewährter Methoden der Trendforschung erarbeiten wir mit Key Playern der Medien- und Digitalbranche Antworten auf die Fragen: In welchen Umgebungen werden Inhalte künftig gebraucht und über welche Medien werden sie transportiert? Wie sieht der Content der Zukunft aus und wie wird er konsumiert? Zur Relevanz dieser Fragestellungen sagt Nina Klaß, Leiterin von nextMedia.Hamburg: „Branchen wie die Mobilitäts- oder die Gesundheitsbranche verändern sich im Zuge der Digitalisierung radikal und entwickeln sich mit hohem Tempo weiter. Daraus ergibt sich regelmäßig die Chance und die Notwendigkeit, Content in ganz neue Konsumbereiche (wie z.B. das selbstfahrende Auto) zu denken und frühzeitig und branchenübergreifend mit Partnern, vielversprechende Geschäftsbereiche verschiedener Zukunftsszenarien zu erschließen.“

2019 haben wir mit unseren Partnern – u.a. Axel Springer, NDR, Mopo, MaibornWolff, wunder mobility, pilot screentim u.a. – erfolgreich Ansätze für neue Content-Geschäftsmodelle im Kontext künftiger Mobilitätskonzepte erarbeitet. In diesem Jahr richten wir, in Kooperation mit der Gesundheitswirtschaft Hamburg und Life Science Nord, den Fokus auf die Schnittstelle Content & Health. Von der Medizintechnik über die Versorgung und Vorsorge bis hin zu Ernährung, Sport und Lifestyle entdecken und antizipieren wir in einem sechswöchigen Format gemeinsam mit Innovationstreiber*innen aus der Gesundheits-, Medien- und Digitalbranche neue Geschäftsfelder für den Content von Morgen. Das Handwerkszeug dazu liefern die Expert*innen der Berliner Foresight- und Innovationsberatung Rohrbeck Heger, die das Projekt als Facilitation-Partner begleiten: Strategic Foresight erlaubt uns – weit über gängige Methoden wie z.B. Design Thinking hinaus – Innovationspotenziale zu eröffnen, indem wir, gelöst vom Status Quo, sogenannte „Opportunity Spaces“ in vielfältigen Zukunftsszenarien identifizieren. Denn „die Methoden des Foresight ermöglichen es, kreativ und gleichzeitig strukturiert über die Zukunft nachzudenken“, erklärt Tobias Heger, Managing Parter bei Rohrbeck Heger. Durch die immer stärkere Verschmelzung von ehemals voneinander losgelösten Industrien entstünden gerade an den Schnittstellen interessante neue Möglichkeiten – eben Opportunity Spaces. „Wir sind gespannt darauf, diese gemeinsam mit den Teilnehmer*innen zu erkennen und dann in konkrete Konzepte für Produkte und Geschäftsmodelle zu transferieren“, so Heger.

Anstatt es also bei einem vagen Blick in die Glaskugel zu belassen, werden die unterschiedlichen Zukunftsvarianten im Rahmen des Programms bewertet und in konkrete Anforderungsprofile übersetzt. Kurz: Wir denken nicht nur zwei Schritte voraus, sondern schaffen konkrete Grundlagen für innovative und nachhaltige Geschäftsmodelle an der Schnittstelle zweier Zukunftsbranchen.

Während Design Thinking oder agile Produktentwicklung auf konkrete Problemstellungen oder Lösungsansätze angewiesen sind, ermöglichen Foresight-Methoden die Identifikation von „Opportunity Spaces“ und damit verborgenes Innovationspotenzial. (Darstellung: Rohrbeck Heger GmbH 2020)

Die COVID-19-Epidemie verschafft dem diesjährigen Themenschwerpunt „Content meets Health“ derzeit auf besonders brisante Weise einen aktuellen Kontext. Auf inhaltlicher Ebene scheint dies offensichtlich: Virologen stürmen die Podcast-Charts, Gesundheitsversorgung findet plötzlich im digitalen Raum statt und Apps halten Menschen davon ab, sich ins Gesicht zu fassen. Doch auch methodisch bietet Content Foresight für die Akteur*innen der Content- wie auch der Gesundheitsbranche eine große Chance: Nicht nur, dass Stillstand auch oder gerade in Krisenzeiten keine Option ist und jede Krise auch eine Zeit nach der Krise bereithält. Auch zum aktiven Krisenmanagement stellen Foresight-Methoden eine relevante Schnittstelle dar und werden somit zu einem geeigneten Tool in der jetzigen Situation. „In Krisenzeiten wie in diesem Moment“, betont Heger, „ist es von immenser Wichtigkeit, nach ersten unmittelbar notwendigen Reaktionen den Blick nach vorne zu richten: diffuse Unsicherheiten verstehen, systematisieren und zu klaren Entscheidungen kommen. Foresight-basierte Methoden unterstützen genau das, so dass in Krisen die eigene Position verbessert werden kann, neue Märkte und Chancen ergriffen werden können und die Zukunft proaktiv mitgestaltet werden kann.“

Nach dem Motto „jetzt erst recht“ halten wir an Content Foresight 2020 fest und passen Format und Ablauf kontinuierlich den aktuellen Gegebenheiten an. Um auf Nachfrage und Interesse zu reagieren, laden wir am 23. April um 17 Uhr zu einer digitalen Auftaktveranstaltung ein. Nach Impulsen zu den Chancen des Strategic Foresight und zu aktuellen Cases an der Schnittstelle Content & Health stellen wir „Content Foresight 2020: Health“ vor und beantworten Fragen zum Programm.

Stillstand ist auch für euch keine Option und ihr sucht nach Möglichkeiten für euer Unternehmen oder Start-up, gestärkt aus der Krise hervorzugehen, mit konkreten Ansätzen für neue Geschäftsmodelle? Dann meldet euch per Mail: Marc.Eppler@nextmedia-hamburg. Alle Infos zu Content Foresight findet ihr hier, die Bewerbungsphase geht noch bis 15. Mai 2020.

 

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