Die Teilnehmer des VR Prototyping Labs

Hürden und Chancen transdiziplinärer Zusammenarbeit

Zu Besuch beim VR Prototyping Lab

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Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen bergen ein einzigartiges Innovationspotenzial. Doch wie lässt sich dieses bestmöglich ausschöpfen und welche Fallgruben sollte man umgehen? Zur Halbzeit des VR Prototyping Lab, das in dem Studierende und Hamburger Medienunternehmen vernetzt werden und gemeinsam mit Virtual Reality experimentieren, reflektieren wir die Arbeitsprozesse der Projektteams und zeigen auf, welche Herausforderungen transdisziplinäre Zusammenarbeiten bergen.

Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen bergen ein einzigartiges Innovationspotenzial. Doch wie lässt sich dieses bestmöglich ausschöpfen und welche Fallgruben sollte man umgehen? Zur Halbzeit des VR Prototyping Labs, das in dem Studierende und Hamburger Medienunternehmen vernetzt werden und gemeinsam mit Virtual Reality experimentieren, reflektieren wir die Arbeitsprozesse der Projektteams und zeigen auf, welche Herausforderungen transdisziplinäre Zusammenarbeiten bergen.

Augmented und Virtual Reality verändern bereits jetzt unseren Zugang zu Inhalten. Ein Trend, der sich mit zunehmender Verbreitung dieser Technologien in den kommenden Jahren verstärken wird. Dabei wird die Überschreitung disziplinärer Grenzen, insbesondere am Schnittpunkt von Content und Tech, zur Grundlage für die Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle und ganzheitlicher Innovationen. Im Rahmen des VR Prototyping Labs bringt nextMedia.Hamburg daher drei zukunftsgewandte Medienunternehmen mit Studierenden der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) sowie der Universität Hamburg zusammen. Ein Semester lang erhalten die jungen Talente die Chance, in Zusammenarbeit mit dem SPIEGEL, FOODBOOM und Bauer Xcel Media zukunftsfähige Geschäftsmodelle und passgenaue Prototypen mit den Technologien von morgen zu kreieren. Mit dabei sind auch die VR-Experten Matthias Kuhr, Eike Langbehn und Simon Graff von nextReality.Hamburg, die als Mentoren den Studierenden während der gesamten Dauer des Projektes beratend zur Seite stehen.

Der Startschuss für das Projekt fiel bereits im Oktober, als beim Kick-off Barcamp erste Projektideen diskutiert und die Arbeitsgruppen festgelegt wurden. Anfang Dezember kamen die drei Studierendenteams im neu eröffneten Forschungs- und Transferzentrum (FTZ) Digital Reality der HAW zusammen, um erste Ergebnisse zu präsentieren. Wir haben Mäuschen gespielt und für euch in die Projekte gelauscht. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit der verschiedensten Akteure? Welche Hürden mussten die Studierenden bereits überwinden?

Transdiziplinäre Kooperationen als Nährboden für Innovationen

 

Die innerhalb des VR Prototyping Labs stattfindende studiengangsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und freier Wirtschaft schafft eine innovationsfördernde Struktur, welche allen Beteiligten diverse Vorteile bringt: So bewirkt die Vernetzung von Hochschulen und Unternehmen einen Wissenstransfer in beide Richtungen und stärkt das Innovations-Ökosystem innerhalb der Hamburger Medienlandschaft. Die Studierenden erhalten zudem die Möglichkeit, ihre im Studium erlangten Fähigkeiten im außeruniversitären Kontext zu erproben und Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit und Projektmanagement zu trainieren. Sie bauen persönlichen Kontakt zu namhaften Unternehmen auf und profitieren vom hohen Erfahrungsschatz der Unternehmensvertreter. Gleichzeitig erhalten die Unternehmen frischen Input durch die externe Perspektive der technologieerfahrenen Medientalente. Hemmungen, sich mit VR-Projekte auseinanderzusetzen und in sie zu investieren, werden durch den niedrigschwelligen Zugang abgebaut. Soweit die Theorie.

Eine Kooperation zwischen Unternehmen und oftmals noch arbeitsmarktunerfahrenen Studierenden stellt die Beteiligten vor spannenden Herausforderungen. Denn: Eigene feste Arbeitsstrukturen müssen aufgeweicht werden, damit das projektbezogene Bündnis von Theorie und Praxis auch als Katalysator für Innovationsprozesse fungiert. Kurz: Die Komfortzone innerhalb einer Disziplin muss verlassen werden. Wie die Projektarbeiten bisher gezeigt haben, ist es im Sinne eines für alle Seiten zufrieden stellenden Endprodukts notwendig, die zum Teil divergierenden Werte und Prioritäten der am Projekt mitwirkenden Gruppierungen immer wieder ab- und anzugleichen. So war etwa das Berücksichtigen der Corporate Identity der Unternehmen eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für die Studierenden.

Die mit dem SPIEGEL kooperierende Gruppe sah sich mit der Anforderung konfrontiert, aufgrund der non-fiktionalen Ausrichtung des Verlags, die Geschichte innerhalb der Virtual Reality-Anwendung gänzlich auf Fakten aufbauen zu müssen sowie eine Technologie zu wählen, die einer größtmöglichen Nutzermasse Zugang zu den Inhalten gewährt. Das FOODBOOM-Team hingegen war angehalten das Interface ihrer Smartphone-Applikation nicht nur in der Hinsicht auf die Benutzerfreundlichkeit zu optimieren, sondern ebenso an das Design der bereits bestehenden FOODBOOM-Rezepte-App anzupassen. Klar wurde: Eine regelmäßige kommunikative Abstimmung der Bedürfnisse, Vorgaben und Vorstellungen ist zwar sehr arbeits- und zeitintensiv, verspricht aber auf Seiten aller Akteure ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Positiv zu erwähnen ist, dass die Studierenden von den interdisziplinären Formationen und den dadurch divergierenden Fähigkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder profitieren. Und wenn es doch mal holprig wird, sind die Mentoren mit ihrem fundierten Fachwissen zur Stelle. Sie erkennen und benennen nicht nur den Verbesserungsbedarf bei den Prototypen, sondern führen gemeinsam mit den Studierenden sogenannte Realitäts-Checks durch: Was ist im Hinblick auf die deutlich begrenzten Ressourcen überhaupt umsetzbar? Welche Ideen sind zu zeit-, geld- oder personalaufwendig? Was ist technisch möglich? Kuhr, Graff und Langbehn agieren hier als unentbehrliche Bindeglieder zwischen Theorie und Praxis, Studierenden und Unternehmen, Idee und Realisierung. Sie tragen Sorge dafür, dass effektiv und effizient gearbeitet werden kann und am Ende Prototypen entstehen, die zumindest das Potenzial für ein marktreifes Produkt haben.

Schon am 30.01.2019 zeigen die Teams beim Wrap-up, was sie in den letzten drei Monaten im VR Prototyping Lab geschafft haben. Ihr wollt dabei sein? Eine limitierte Anzahl an Tickets wird demnächst über unsere Website erhältlich sein. Wir werden euch auf unseren Social-Media-Kanälen auf dem Laufenden halten.

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