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Was Startups wissen müssen: Öffentliche Fördermittel und Finanzierungswege

Geld spielt natürlich auch für Startups eine große Rolle. Welche Finanzierungswege und Fördermöglichkeiten existieren, war Thema der StartHub-Sprechstunde mit Partnern.

Welche öffentlichen Fördermittel gibt es in Hamburg und welche Finanzierungswege stehen Startups zur Verfügung? Innerhalb der StartHub-Sprechstunde mit Partnern hat Veronika Reichboth, Projektmanagerin vom nextMedia.StartHub, diese Fragen gemeinsam mit Martina Oesterer, Förderlotsin (Hamburgische Investitions- und Förderbank, Beratungscenter Wirtschaft) und Dr. Heidi Günther, Projektmanagerin InnoRampUp (IFB Innovationsstarter GmbH) beantwortet.

Dabei sind es diese drei Fragen, die Startups zur Finanzierung vor allem klären müssen:
•    Wie weit ist der Gründungsprozess/ wo befindet sich das Unternehmen gerade?
•    Wie viel Geld wird gebraucht?
•    Wofür wird das Geld benötigt?

Und hier die Antworten auf diese Fragen:
Wenn es um öffentliche Startup-Finanzierung geht, ist es entscheidend, wo sich der Gründer mit seinem Geschäftsvorhaben gerade befindet. Existiert aktuell nur eine Idee, steht der Gründer kurz vor einer erfolgreichen Umsetzung oder wurde bereits offiziell gegründet? Dies sind ausschlaggebende Informationen, denn für die verschiedenen Unternehmensphasen sind verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten möglich.

Entscheidend ist auch die Überlegung und realistische Einschätzung, wie viele finanzielle Mittel benötigt werden. Es ist Aufgabe des Gründers, seine Geschäftsidee durchzukalkulieren und eine Vorstellung davon zu erlangen, welche laufenden Kosten bestehen und welche zukünftigen Investitionen für das Unternehmen geplant sind. Diese Übersicht hilft dem Verständnis, was hiervon durch Eigenmittel finanziert werden kann und wie viel Fremdkapital benötigt wird. Da es keine öffentlichen Fördermittel und Finanzierungswege gibt, die alle Kosten abdecken, sollte der genaue Verwendungszweck im Vorwege definiert werden. Jedes Förderprogramm kann bestimmte Dinge bezahlen, wie zum Beispiel konkrete Maßnahmen, einzelne Vorhaben oder Teilprojekte.

Wofür das Geld benötigt wird, sollte daher sehr gut durchdacht sein. Hier gilt es, einen sehr genauen Verwendungszweck angeben zu können, wie beispielweise ein erster Vertriebsstrukturen-Aufbau oder den ersten Piloten beim Kunden zu testen. Unter Umständen bietet es sich auch an, verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zu kombinieren, etwa Zuschüsse mit Darlehen. Der Vorteil von einem Darlehen (z. B. Hamburg Kredit Gründung + Nachfolge, ERP Gründerkredit) ist, dass dieses i. d. R. schneller zu beantragen ist und dadurch alles, von laufenden Kosten bis hin zu Anschaffungen für das Unternehmen, finanziert werden kann. Der Prozess bei einem Zuschussprogramm (z. B. InnoRampUp, PROFI, EXIST Gründerstipendium) dauert im Vergleich länger als für Förderdarlehen und kann nur für sehr bestimmte Vorhaben eingesetzt werden. Wichtig ist es generell bei der Beantragung von Fördermitteln einen zeitlichen Vorlauf einzuplanen. Die Antragsdauer ist unterschiedlich lang, je nach Vorhaben, Förderprogramm und Gründungsstatus.

Wichtig: Öffentliche Fördermittel und Finanzierungswege haben klar definierte Förderziele. Die Bewerbungen werden auf dieses Ziel hingehen sowie weitere Faktoren geprüft. Sollte die Bewerbung auf öffentliche Förderung und Finanzierungsmittel erfolglos ausfallen, heißt dies übrigens nicht, dass das Geschäftsmodel nicht erfolgreich am Markt sein kann.

Weitere Informationen zu dem Thema unter: www.ifbhh.de und www.innovationsstarter.com.

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