Batch 7 des next media accelerator ist gestartet: Neue Bewegungen in der Media-Welt

Das ist Batch 7 des next media accelerator. Bildcredits: dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Teresa Enhiak Nanni.

Der next media accelerator geht in seine siebte Runde und unterstützt auch in diesem Halbjahr spannende und innovative Medien-Start-ups aus ganz Europa. Bei dem Förderprogramm der dpa profitieren die erfolgreichen Bewerber nicht nur sechs Monate lang von der Expertise und Erfahrung der nma-Mentoren, sondern erhalten zusätzlich eine finanzielle Unterstützung von bis zu 50.000 Euro. Bis zum 17. Dezember haben die acht Jungunternehmen nun Zeit, ihre Produkte mit dieser Hilfe weiterzuentwickeln, ehe ihre Projekte anlässlich des Demo Days in Hamburg vorgestellt werden.

In der aktuellen Runde, dem bereits siebten Batch, sind erneut eine Reihe vielversprechender Start-ups am Start. The Distriqt aus Hamburg ist eines davon. Der von Charlotte Richter-Kiewning gegründete Digitalverlag verspricht „Digital Entertainment for Female Millenials“ und setzt bei seinem Video-on-Demand-Angebot auf eine hohe Qualität der Inhalte für weibliche Zielgruppen. Die Videoplattform verzichtet auf Geschichten mit fiktionalen Erzählsträngen, sondern zeigt Talks und Reportagen mit einer maximalen Laufzeit von 30 Minuten. The Distriqt spart dem Nutzer zudem Zeit, indem werblicher Content außen vor bleibt. Mit diesem Ansatz will sich das Start-up trotz großer Konkurrenz wie Netflix und Amazon am Markt behaupten.

Die Wahl des Unternehmensstandorts fiel dabei ganz bewusst auf Hamburg, wie Gründerin Charlotte Richter-Kiewning uns verraten hat: „Für ein junges Content-Start-up wie uns kann es kaum einen besseren Ort geben: Wir nutzen die Kraft der kreativen Infrastruktur und die Unterstützung des Hamburger Mediennetzwerks. In Hamburg wird Initiative belohnt und Türen für Start-ups werden gerne geöffnet. Mit dem next media accelerator im Rücken starten wir unsere Entertainment-Bewegung von und für weibliche Millennials.“

Neben The Distriqt machen sich  sieben weitere Start-ups aus fünf verschiedenen Nationen auf den Weg und nehmen am next media accelerator teil:

Ebenfalls in Deutschland beheimatet ist Batch 7-Teilnehmer whyapply. Der Name des Start-ups aus Leipzig ist Programm und mit der Fragestellung verknüpft, ob traditionelle Bewerbungsunterlagen noch zeitgemäß sind, um den Wunscharbeitgeber zu finden. whyapply setzt auf Arbeitsproben statt auf Lebensläufe. Über eine Plattform können Unternehmen konkrete Aufgabenstellung, sogenannte Challenges, veröffentlichten. Bewerber lösen diese und hinterlassen so ein kompetenzbezogenes Bild ihrer Fähigkeiten. Die Bewerbung läuft dabei vollkommen anonym; Vorurteile gegenüber Aussehen, Geschlecht oder Herkunft werden somit ausgeschlossen.
 
Das polnische Start-up Cloud Stories will dagegen den nächsten Entwicklungsschritt in der Virtual-Reality-Forschung gehen. Es entwickelt VR-Hardware mit insgesamt 25 verbauten Kameras, die reale 3D-Räume möglich machen. Die Vermietung dieses einzigartigen Gerätes, die dazu benötigte Software sowie die Weiterverarbeitung der Rohdaten bietet das Start-up aus Warschau ebenfalls an und schlägt damit neue, innovative Wege in der Virtual und Augmented Reality ein.

Wer schnell und simpel eine Website bauen möchte, ist dagegen bei heysite an der richtigen Adresse. So können mit Hilfe des Kölner Start-ups beispielsweise  kurzfristige Webpräsenzen wie Landingpages für Kampagnen ganz einfach eingerichtet werden. Diese bieten weitreichende Features und die Auftritte können über vielfältige Kanäle verbreitet werden. Von diesen Vorteilen profitieren nicht nur Marketer, sondern auch Privatleute, für die sich der Gebrauch von heysite ebenfalls hervorragend eignet. Kurz gefasst: Das Kölner Jungunternehmen liefert smarte „Mini-Website“-Lösungen für jedermann.

Ein besonders smartes Geschäftsmodell verfolgt auch die finnische Online-Platfform Voimada, die KI-gestützt das Publishing erleichtert. Über die Speech-to-Text-Technologie können Blogger und andere Publisher ihre Texte einfach einsprechen und sogar übersetzen lassen. Darüber hinaus bietet das Start-up Data-Insights in Echtzeit an, mit der die Reichweite der Beiträge vergrößert werden kann.

Vorschläge zur Vergrößerung ihrer Reichweite erhalten Nutzer auch bei Shuut, einer App, die ihnen erlaubt, Werbevideos für Social Media zu erstellen und zu steuern. Das estnische Start-up, das hinter dieser App steht, hat seinen Sitz in der Hauptstadt Tallinn.

Mit Customer Relationship Management von Kinos beschäftigt sich das Start-up Cinuru Research. Das Potsdamer Jungunternehmen entwickelte eine App, über die Kinobesucher Filme und Trailer bewerten und folglich Punkte sammeln können. Diese können sie zu einem späteren Zeitpunkt dann gegen Prämien eintauschen. Vorteil für die Kinos: Sie lernen anhand der gesammelten Daten die Besucher kennen und leiten aus den gewonnenen Insights Marketingmaßnahmen ab.

Und dann ist da noch das israelische Start-up Playgorithm, das den siebten Batch vervollständigt. Das Team aus Tel Aviv stellt eine Online-Plattform für Gamification von Content bereit. Publisher und Werbetreibende werten ihren Content und ihre Werbemaßnahmen auf, indem sie über die Plattform Quizfragen oder ähnliche Elemente einbinden. Das erhöht das Engagement der User und damit die Click-Through- und Conversion-Rate.

Alle diese acht Start-ups erhoffen sich durch die Teilnahme am next media accelerator wertvolle Erfahrungen, die ihnen bei der Weiterentwicklung ihres Unternehmens weiterhelfen sollen.  Die Bewerbungsphase für die nächste Runde des nma hat auch schon begonnen. Bis zum 31. Oktober 2018 können sich Media-Tech-Start-ups für Batch 8 bewerben, der im  Januar 2019 startet. Wir freuen uns wieder solch innovative Start-ups in Hamburg begrüßen zu können und werden die Entwicklung weiter begleiten.