Thomas Promny im Gespräch mit Deutschlands Online-Mittelstand

Wir alle kennen und nutzen sie, die Angebote der großen Internetgiganten: Google, Facebook, Amazon, Twitter und Co.. Auch wenn sie einen gigantischen Nutzerkreis eingesammelt haben, gibt es doch eine beachtliche Anzahl mittelständischer Unternehmen made in Germany.

Thomas Promny, Geschäftsführer von Velvet Ventures und Organisator des Online-Karrieretages sowie der d3con, hat zu diesen Köpfen des deutschen Online-Mittelstands ein Buch veröffentlicht: „Online-Mittelstand in Deutschland – Erfolgreiche Gründer der Internet-Branche im Gespräch“.

Der Advisor von nextMedia.Hamburg versammelt in seinem Buch eine illustre Auswahl an Digitalprofis, darunter Dr. Friedrich Schwandt (Statista), Torsten Schnoor (guenstiger.de) oder auch Matthias Schrader (SinnerSchrader).

Verglichen mit den Zuckerbergs dieser Welt agieren sie eher unbeobachtet. Doch wer Promnys Buch liest, weiß, dass diese Akteure einen trefflichen Einblick in das Ökosystem des Webs bieten.
Torsten Schnoor etwa liefert im Gespräch mit Thomas Promny erhellende Einblicke auf den Effekt des Internets auf die Preistransparenz:
Thomas Promny: Aus Sicht des Konsumenten stellt die Preistransparenz, die ihr und andere im Internet geschaffen habt, einen gigantischen Mehrwert dar. Vermutlich hat z.B. MediaMarkt noch 30% an einem Fernseher verdient, als ihr gestartet seid. Heute sind es vielleicht noch 5%, oder?
Torsten Schorr: Ja, viele Online-Händler haben auf ihren Top-Artikeln teilweise nur 1% oder 2%, wenn überhaupt. Natürlich ist das ein echtes Problem für die Händler, das Leben ist viel härter geworden, sie müssen jetzt alle viel effizienter werden – viele Große sind ja auch an dieser Entwicklung gestorben, Karstadt, Quelle, Neckermann.

Auch Matthias Schrader, jüngst Interviewpartner in Unified #5 zum Thema „Monetarisierung von Content“, plaudert gegenüber Promny aus dem Nähkästchen:

Thomas Promny: Gibt es auch ein, zwei Geschichten zu Fehltritten, aus denen ihr gelernt habt, die durchaus auch wichtig für eure Entwicklung waren?
Matthias Schrader: Ja, rückblickend gibt es immer Dinge, die man heute wahrscheinlich anders machen würde. Wir hatten durchaus ein paar spektakuläre Fails. 2004 dachten wir, niemand möchte mehr unser Modell als Full-Service-Agentur mit Konzept, Design, Beratung und Technologie aus einer Hand. Also haben wir SinnerSchrader in eine Kreativ-Digital-Agentur und in einen IT-Dienstleister aufgespalten. Wir dachten, dass niemand mehr im übertragenden Sinne ein komplettes Auto wollte, sondern dass die Zukunft das Ersatzteil-Geschäft sei. Unsere Strukturen wurden dadurch komplexer, haben sich verkeilt und die Kunden merkten das. Die Idee war cool, aber es funktionierte einfach nicht. Schließlich haben wir das alles wieder aufgelöst und vereint. Seitdem sind wir rasant gewachsen.

Weitere Einblicke in Thomas Promnys Buch liefern wir morgen mit Auszügen aus dem Gespräch mit Dr. Friedrich Schwandt (Statista). Wer so lange nicht warten möchte, kann „Online-Mittelstand in Deutschland – Erfolgreiche Gründer der Internet-Branche im Gespräch“ online bestellen.

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